Kurzpässe Wiltord verhaftet, Coulibaly verpflichtet
Hamburg - Der frühere Europameister Sylvain Wiltord ist vor dem Auftakttraining beim französischen Meister Olympique Lyon vorübergehend festgenommen worden. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, ließen sich vier Polizisten von Lyons Generaldirektor Marino Faccioli in die Kabine führen, um Wiltord zu verhaften. Nach einer Befragung wurde er jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt, angeblich unter der Auflage, sich in einigen Monaten wieder zu melden. Über die Gründe machte die Polizei keinerlei Angaben.
Die Polizei bestätigte, dass die Befragung wegen eines Verkehrsdelikts erfolgt sei. Nach Angaben der Tageszeitung "L'Equipe" soll der 33-Jährige in einer 50er-Zone mit 135 Stundenkilometern geblitzt worden sein und Aufforderungen zur Stellungnahme missachtet haben. "Für das Image des Vereins ist es nicht gut. Aber ich denke, es ist keine ernste Sache", sagte Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas der Nachrichtenagentur Reuters.
Der VfB Stuttgart macht sich doch weiter Hoffnungen auf die Verpflichtung des brasilianischen Stürmers Ewerthon. VfB-Manager Horst Heldt dementierte Meldungen aus Spanien, wonach der ehemalige Dortmunder seinen Club Real Saragossa nicht verlassen dürfe. "Das ist Blödsinn. Wir befinden uns nach wie vor in Gesprächen. Die Verhandlungen laufen", erklärte Heldt im Trainingslager des VfB in Donaueschingen. Für den 26 Jahre alten Ewerthon steht eine Ablöse von 7,5 Millionen Euro im Raum. Zudem stehen die Schwaben vor der Verpflichtung eines weiteren Angreifers für die kommende Saison . "Da sind wir sehr weit", sagte Heldt, ohne allerdings einen Namen zu nennen.
Die Verpflichtung von Soumaila Coulibaly durch den Zweitligisten Borussia Mönchengladbach ist perfekt. Der Nationalspieler aus Mali unterschrieb heute einen Dreijahresvertrag beim Bundesliga-Absteiger. Das teilte die Borussia mit, nachdem der 29-Jährige die sportmedizinischen Untersuchungen absolviert hatte. Coulibaly ist der siebte Neuzugang der Mönchengladbacher. Der Mittelfeldmann spielte seit 2000 beim SC Freiburg in der 1. und 2. Bundesliga. In Liga eins bestritt er 113 Einsätze und erzielte 18 Tore. In der 2. Fußball-Bundesliga kam er bislang auf 97 Partien (19 Tore). Für die Nationalmannschaft Malis ist Coulibaly seit 1996 im Einsatz.
Die fehlende Fußball-Lehrerlizenz hat Christian Hock beim Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden den Posten des Chetrainers gekostet. Um die Bedingungen der DFL zu erfüllen, wird der ursprünglich als Teamchef engagierte Djuradj Vasic, der im Besitz einer Lizenz ist, anstelle von Hock mit sofortiger Wirkung das Amt des Chefcoaches übernehmen. "Die Ausgangslage war allen klar. Nur unter diesen Voraussetzungen haben wir mit Hock verlängert. Er muss schnellstmöglich den Lehrgang absolvieren", sagte Manager Bruno Hübner dem "Kicker". Ursprünglich wollte Ex-Profi Hock, der zumindest im Besitz einer A-Lizenz ist, erst im Januar 2008 den Fußball-Lehrerschein erwerben.
mig/sid/dpa