Kurzpässe: Wolf will bleiben, Daum will weg - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Wolf will bleiben, Daum will weg

Trotz des Abstiegs und großer Bedenken will Wolfgang Wolf Trainer beim 1. FC Kaiserslautern bleiben. Einen neuen Coach muss sich Fenerbahce Istanbul nach der verpassten Meisterschaft suchen. In Argentinien kam es zu schweren Ausschreitungen, in Liverpool wurde gefeiert.
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Hamburg - Wolfgang Wolf wird entgegen der von ihm selbst angeheizten Spekulationen Trainer beim Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern bleiben. "Wenn der Vorstand mich nicht rauswirft, bleibe ich Trainer beim FCK", erklärte der 48-Jährige. Wolf machte allerdings eine Einschränkung: "Sollte einer der jungen Spieler, für die es zum Teil Angebote im siebenstelligen Bereich gibt, verkauft werden, dann werde ich gehen."

Christoph Daum will Fenerbahce Istanbul nach einer Saison ohne Titelgewinn offenbar verlassen. Wie die "Bild"-Zeitung heute berichtet, steht der 52-Jährige unmittelbar vor dem Ausstieg aus seinem noch bis 2007 laufenden Vertrag. Ausschlaggebend sollen vor allem gesundheitliche Gründe sein. Daum wird noch in dieser Woche in München an der Hüfte operiert. "Eine Heilung könnte bis Dezember dauern. Das ist einem Club wie Fenerbahce eigentlich nicht zumutbar", sagte Daum, nachdem er am Sonntag das Fernduell um den türkischen Meistertitel gegen den Stadtrivalen Galatasaray Istanbul verloren hatte.

Allerdings scheinen auch sportliche Gründe die Entscheidung des ehemaligen Bundesliga-Trainers beeinflusst zu haben. Ursprünglich wollte Fenerbahce mit dem deutschen Coach im kommenden Jahr zum 100-Jährigen Vereinsjubiläum die Champions League gewinnen. "Unter den Gegebenheiten sind wir europäisch nicht wettbewerbsfähig. Nur sechs Ausländer - krasser Nachteil gegenüber allen Teams in der Champions League. Auch die Marktssituation in der Türkei ist für uns nicht rosig. Dennoch will Fener Erfolg in der Fußball-Königsklasse. Den kann ich unter diesen Voraussetzungen aber nicht stemmen", wird Daum zitiert.

Rund 100.000 Anhänger des englischen Fußball-Rekordmeisters FC Liverpool haben am Sonntag in den Straßen der Stadt gemeinsam mit der Mannschaft den siebten Gewinn des FA-Cups gefeiert. Das Team um den früheren deutschen Nationalspieler Dietmar Hamann wurde auf der rund 15 Kilometer langen Fahrt in einem offenen Bus frenetisch von den Fans bejubelt. Die Feier hatte allerdings nicht die Ausmaße des Empfangs nach dem Triumph in der Champions League vor einem Jahr. Damals waren rund 750.000 Anhänger auf den Beinen. Die "Reds" hatten am Samstag im 125. Endspiel des traditionsreichsten Fußball-Wettbewerbs den Londoner Premier-League-Rivalen West Ham United in Cardiff 3:1 im Elfmeterschießen geschlagen, nachdem die Begegnung nach regulärer Spielzeit und Verlängerung 3:3 (3:3, 1:2) gestanden hatte.

Wegen Zuschauer-Ausschreitungen musste in Argentinien bereits das dritte Saisonspiel abgebrochen werden. In der 68. Minute erklärte der Schiedsrichter die Partie der Clausura-Meisterschaft zwischen Quilmes und Rekordtitelträger River Plate Buenos Aires vorzeitig für beendet, nachdem es beim Stand von 3:1 für die Gäste aus der Hauptstadt auf den Tribünen zu Krawallen zwischen Hooligans und der Polizei gekommen war. Die Rowdies hatten zuvor Gegenstände und Feuerwerkskörper auf den Platz geworfen. Im Laufe der Saison waren bereits die Begegnungen zwischen Banfield und Independiente sowie Velez Sarsfield gegen Meister Boca Juniors Buenos Aires wegen Zuschauer-Krawallen vorzeitig beendet worden.

Manager Dieter Hoeneß von Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin hat in einem Fernsehstudio für Aufsehen gesorgt. Hoeneß echauffierte sich als Gast der Sendung "Sportplatz" im RBB über einen Beitrag zur abgelaufenen Saison. Der 53-Jährige empfand die Berichterstattung als zu negativ und unfair. Mehrfach tat er seinem Ärger darüber kund und warf den Autoren Unfairness und tendenziöse Darstellung vor. Moderatorin Silke Böschen reagierte mit dem Hinweis, sie habe von einem Manager der Bundesliga mehr Souveränität im Umgang mit einem solchen Beitrag erwartet, worauf sich Hoeneß erneut über den Beitrag beschwerte. Kurz darauf brach die Moderatorin aus Zeitmangel das Gespräch ab. "Ich hätte noch viele andere Fragen gehabt, aber sie sind ja immer wieder auf den Bericht zurückgekommen", sagte Böschen.

mig/sid/dpa

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