Latour-Interview: "Alles Pech in einem Spiel" - DER SPIEGEL
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Latour-Interview "Alles Pech in einem Spiel"

Für den 1. FC Köln ist es eine frustrierende Situation: Die Konkurrenz punktet, während man selbst ordentlich spielt und doch verliert. Mehr als Durchhalteparolen fallen da auch Hanspeter Latour, dem Trainer des abgeschlagenen Schlusslichts, nicht ein.
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Frage:

Herr Latour, der 1. FC Köln war bei der 0:2-Niederlage in Mönchengladbach das bessere Team. Dennoch wurde auch die 17. Partie nacheinander nicht gewonnen. Haben Sie dafür eine Erklärung?

Latour: Wir haben gut angefangen. Viel besser kann man auswärts nicht ins Spiel kommen. Dann kam aber der Platzverweis von Roland Benschneider, der unsere Aufgabe natürlich viel schwieriger gemacht hat.

Köln-Coach Latour: "Einfach die Nerven behalten"

Köln-Coach Latour: "Einfach die Nerven behalten"

Foto: AP

Frage: War diese Rote Karte aus Ihrer Sicht berechtigt?

Latour: Es ist doch müßig, wenn ich dazu etwas sage. Aber der Schiedsrichter soll sich das in aller Ruhe angucken. Wenn man eine solche Entscheidung fällt, dann muss man ganz sicher sein. Offensichtlich war er das, aber für uns war es sicher eine mitentscheidende Situation.

Frage: Das war aber nicht der einzige Rückschlag?

Latour: Nein. In der Pause musste ich den Torwart auswechseln, dann kommt ein Eigentor. Wenn es schon sein muss, dann habe ich lieber alles Pech in einem Spiel als in drei hintereinander.

Frage: Was war mit dem Freistoß vor dem Eigentor von Christian Lell?

Latour: Wenn es wirklich ein Foul war, dann ein ganz unnötiges. Da muss der Verteidiger einfach die Nerven behalten.

Frage: Der Rückstand zum rettenden Ufer wird immer größer, auch sie warten immer noch auf den ersten Sieg als FC-Coach. Kommt nicht jetzt langsam die Resignation?

Latour: Dass die Mannschaft nie aufgegeben hat und sich auch nach dem Rückstand noch die eine oder andere Chance erarbeitet hat, stimmt mich zuversichtlich. Darauf müssen wir aufbauen. Aber wir brauchen jetzt einfach einen Sieg im nächsten Heimspiel. Wenn wir zu Hause erst einmal drei Punkte einfahren können, dann sieht alles anders aus.

Aufgezeichnet von Thomas Straka, sid

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