Lorant vor Gericht: "Es gibt einiges klarzustellen" - DER SPIEGEL
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Lorant vor Gericht "Es gibt einiges klarzustellen"

Trainer Werner Lorant muss sich wegen eines mutmaßlichen Angriffs gegen einen D-Jugend-Fußballer vor dem Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) verantworten. Dem ehemaligen Bundesligacoach, der in der Vergangenheit schon mehrfach aufgefallen war, droht im schlimmsten Fall ein Verbandsausschluss.
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München - "Im Rahmen des nunmehr anstehenden sportgerichtlichen Verfahrens wird zunächst dem Betroffenen Werner Lorant Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt", hieß es in einer Mitteilung des BFV. Hintergrund sind Vorwürfe gegen Lorant, wonach er bei einem Jugendspiel einen Ebersberger Gegenspieler seines Sohns angegriffen haben soll.

BFV-Sprecher Helge Günther sagte, in der Beratung des Verbandsportgerichts am Dienstagabend habe zunächst die Zuständigkeit für den Fall geklärt werden müssen. Im Gespräch sei auch gewesen, die Angelegenheit womöglich an den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) weiterzuleiten. Nachdem der Zwischenfall in den Medien publik gemacht worden war, wolle man jetzt dem Beschuldigten die Möglichkeit geben, sich selbst zu äußern. Mit einem Ende des Verfahrens ist nach BFV-Angaben voraussichtlich nicht vor Ende Juli zu rechnen.

Im D-Jugend-Spiel am 28. Juni zwischen dem TSV Dorfen und dem TSV Ebersberg soll Lorant in der 33. Minute auf das Spielfeld gelaufen sein und einen Ebersberger Spieler tätlich angegriffen haben, der angeblich zuvor Lorants Sohn gefoult hatte. Daraufhin hatte der Ebersberger Jugendleiter einen Sonderbericht an den BFV geschickt. Lorant hatte auf ein mögliches Verfahren vor dem Sportgericht zunächst positiv reagiert. Gegenüber der Tageszeitung "tz" hatte er in der Vorwoche erklärt: "Ich freue mich schon darauf, da kann ich dann hoffentlich einiges klarstellen."

Der Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer, Klaus Röllgen, sprach in einem "Sport-Bild"-Interview von möglichen Konsequenzen: "Wir würden ihn im schlimmsten Fall aus dem Verband ausschließen." Er könne nicht nachvollziehen, "wie Lorant da wieder reagiert hat".