Lothar Matthäus: "Ich kann das nicht verstehen" - DER SPIEGEL
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Lothar Matthäus "Ich kann das nicht verstehen"

Einen Tag nach den heftigen Vorwürfen seines Arbeitgebers aus New York, er würde seine Rekonvaleszenz mit intensivem Sonnenbaden verwechseln, hat sich der Rekordnationalspieler zur Wehr gesetzt. Es soll sich um ein Missverständnis handeln.
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München - Lothar Matthäus setzt sich gegen Vorwürfe aus seiner Wahlheimat New York und Kritik an seiner Profi-Einstellung zur Wehr. "Ich kann das nicht verstehen. Die wissen, wo ich bin, sie wissen, was ich habe. Wir telefonieren bis zu dreimal am Tag", sagte der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler der "Welt". Gegenüber "Bild" meinte der 39-Jährige: "Überhaupt verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Ich habe doch alles mit dem Klub abgestimmt. Ich will doch nur gesund werden, und Wärme tut meiner Verletzung gut."

Matthäus ist bei seinem Klub New York/New Jersey MetroStars in die Kritik geraten, weil er sich trotz seiner Oberschenkel-Verletzung (vom Rücken ausgehende Muskelirritation) derzeit mit seiner Lebensgefährtin Maren Müller-Wohlfahrt im französischen Nobelurlaubsort St. Tropez aufhält und dort beim Sonnenbaden gesichtet wurde.

"Wenn das Sonnenbaden nicht zur Behandlung gehört, wäre das schade. Es sieht nicht gut aus: Die Mannschaft kämpft um die Meisterschaft, und ein verletzter Spieler liegt am Strand", sagte Kapitän Tom Dooley. Und Trainer Octavio Zambrano meinte: "So eine Geschichte würde, falls sie stimmt, von keinem gutgeheißen werden." Generalmanager Nick Sakiewicz kündigte an: "Falls Lothar etwas gemacht hat, was er nicht hätte machen sollen, dann werden wir das intern regeln." Die "Bild"-Zeitung stellte am Freitag schon die Frage: "Provoziert Matthäus seinen Rauswurf?"

Der Kapitän der Weltmeisterelf von 1990, der am Samstag auch bei einem Benefizspiel aus Anlass des zehnjährigen Titel-Jubiläums in Rom zugegen sein wird, wollte sich nach "Bild"-Informationen am Freitag noch einmal bei DFB- und Bayern-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt untersuchen lassen. "Ich kann nach wie vor noch nicht laufen und halte mich in der Kraftkammer fit", berichtete Matthäus. Der 39-Jährige wird frühestens am Sonntag in die USA zurückreisen. Hinsichtlich seines Abstechers nach Rom meinte Matthäus: "Ich hoffe nur, dass der Klub nichts dagegen hat, wenn ich dort mit meinen alten Freunden zu Abend esse."