Fußballweltverband Figo will Fifa-Präsident werden
Ex-Profi Figo: "Der Fußball verdient Besseres"
Foto: ? Denis Balibouse / Reuters/ REUTERSHamburg - Im Kampf um das Präsidentenamt im Fußball-Weltverband Fifa hat Ex-Profi Luis Figo einen Tag vor Ablauf der Bewerbungsfrist seine Kandidatur angekündigt. "Wenn man nach der Fifa im Internet sucht, ist das erste Wort, das erscheint: Skandal. Das ist es, was wir als Erstes ändern müssen, um das Image der Fifa zu verbessern. Der Fußball verdient Besseres", sagte der frühere Star vom FC Barcelona und von Real Madrid dem Sender CNN.
Der 42-jährige Portugiese, Weltfußballer 2001, muss vor dem Ende der Bewerbungsfrist am Donnerstag um Mitternacht fünf Empfehlungsschreiben von nationalen Verbänden vorlegen, um Amtsinhaber Joseph Blatter am 29. Mai herausfordern zu dürfen.
Vor Figo hatten Blatter, Fifa-Vizepräsident Prinz Ali Bin Al Hussein, Ex-Fifa-Funktionär Jérôme Champagne, der Niederländer Michael van Praag und der Franzose David Ginola ihre Bewerbung angemeldet. Auch Spielerberater Mino Raiola wollte kandidieren, gab am Dienstag aber seinen Verzicht bekannt.
Van Praag wollte Blatter als Berater engagieren
Van Praag rechnet sich bei der Wahl sogar Chancen aus. Auch auf dem Rasen "können die kleinen Klubs die großen schlagen", sagte der 67-Jährige während einer Pressekonferenz in Amsterdam. Neben dem eigenen Verband unterstützen ihn Belgien, Schweden, Rumänien, Schottland und die Färöer. "Es stehen aber noch mehr hinter mir", sagte der Präsident des KNVB: "Ich sehe viele Dinge anders als Blatter. Ich will ein Präsident für alle Länder sein."
Er habe versucht, Blatter zum Verzicht auf eine erneute Kandidatur zu überreden und dem Schweizer eine künftige Beratertätigkeit für den Weltverband in Aussicht gestellt: "Ich habe ihm gesagt, springe über deinen Schatten", sagte van Praag. Blatter habe diesen Vorschlag jedoch zurückgewiesen.