Machtkampf im DFB: Klinsmann tritt nach - DER SPIEGEL
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Machtkampf im DFB Klinsmann tritt nach

Bundestrainer Klinsmann ist wegen des Engagements seines früheren Nationalmannschaftskollegen Sammer als DFB-Sportdirektor nachhaltig verstimmt. Schon seit geraumer Zeit beklagt Klinsmann eine zu große Nähe zwischen Sammer und der Bundesliga.
Von Jörg Kramer
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Hamburg - Klinsmann hatte den derzeitigen Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters für den Posten des Sportdirektors vorgeschlagen. Peters soll stattdessen zum 1. Oktober dieses Jahres ein neues Angebot erhalten und möglicherweise mit Sammer eine Doppelspitze bilden.

Vor allem das Bekenntnis des Bundesligachefs Werner Hackmann, Mitglied des DFB-Beschlussgremiums, die Liga habe sich vehement für Sammer ausgesprochen, erzürnt den Coach der Nationalelf. Schon beobachte Klinsmann eine Nähe zwischen der Liga und Sammer, heißt es im Umfeld des Bundestrainers.

Hintergrund: Der Journalist Ulrich Kühne-Hellmessen, dessen Zürcher Zeitschriftenverlag das offizielle Bundesliga-Magazin produziert, ist zugleich Sammers Berater. Auf Klinsmanns Betreiben hatte sich der DFB bereits im November bei der Liga über Kühne-Hellmessen beschwert. Anlass war ein Auftritt des ehemaligen Boulevard-Reporters in einer TV-Talkrunde beim DSF, in der er Klinsmanns Arbeit scharf kritisiert hatte

Dass der Bundestrainer die DFB-Entscheidung über die Sportdirektor-Personalie nun wie behauptet akzeptiere, um sich auf die WM zu konzentrieren, wird verbandsintern bezweifelt: "Wir müssen uns schnell alle wieder vertragen. Aber der Jürgen tut sich schwer damit", klagt ein Mitarbeiter.

Gestern hatte Klinsmann gegenüber dem "Tagesspiegel" noch einmal betont, wie wichtig Peters für die Umsetzung seines Konzepts gewesen wäre. "Das hätte nur mit Bernhard funktioniert, da er der intellektuelle Kopf gewesen wäre. Sein Wissen wäre elementar gewesen in der Umsetzung vieler Ideen", sagte der 41-Jährige. Beim DFB sorgten diese Aussagen für wenig Freude: "Wir haben das zur Kenntnis genommen. Es gibt in den kommenden Tagen einigen Gesprächsbedarf."

Klinsmann kündigte an, dass es in den nächsten Wochen zu einem Gespräch mit Sammer kommen werde, "in dem man die Dinge, die passiert sind, klar anspricht und vom Tisch räumt". Dies werde in erster Linie die Aufgabe des Teammanagers Oliver Bierhoffs sein, so Klinsmann: "Er hat die Thematik Sportdirektor in den letzten Monaten sehr zeitaufwändig behandelt."