Manipulation: Schon früher Angebot an Hoyzer - DER SPIEGEL
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Manipulation Schon früher Angebot an Hoyzer

Bislang hieß es immer, dass Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer erstmals im Mai 2004 versucht habe, ein Spiel zu manipulieren. Laut Zeitungsberichten war der geständige Referee aber schon Monate vorher gefragt worden, ob er eine Partie schieben könne.
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Hamburg - Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, hat Hoyzer vor der Regionalliga-Begegnung zwischen dem Chemnitzer FC und Sachsen Leipzig am 29. November 2003 von einem Unbekannten Geld geboten bekommen. Dies bestätigte Hoyzers Anwalt Thomas Hermes, der von dieser Tatsache erst auf Nachfrage bei seinem Mandanten erfahren hatte. Hermes kündigte laut "SZ" an, er wolle diesen für ihn "neuen Sachverhalt" der Berliner Staatsanwaltschaft mitteilen.

Hoyzer hätte das Spiel in Chemnitz verpfeifen und 3500 Euro für einen Sieg der Leipziger erhalten sollen, sogar 1500 Euro mehr, wenn er fälschlicherweise einen Elfmeter gegeben hätte. Bei einem Unentschieden wäre Hoyzer leer ausgegangen. Obwohl das Spiel 1:1 endete, seien später auf Hoyzers Konto 500 Euro eingegangen.

"Dieses Spiel stand nicht im Zusammenhang mit der Wettmafia. Ich habe das Angebot nicht angenommen, keinen Einfluss auf das Spiel ausgeübt", sagte Hoyzer der "Bild"-Zeitung. Der ehemalige Schiedsrichter hatte nach eigenem Bekunden erstmals am 22. Mai 2004 versucht, ein Spiel zu manipulieren.

Jansen wird am Freitag vernommen

Beim 4:0-Sieg des SC Paderborn gegen den Chemnitzer FC war dieser Versuch allerdings noch fehlgeschlagen. Zu den Manipulationen hätte ihn ein kroatisches Brüdertrio aus Berlin verleitet. Nach dem Spiel habe er 8000 Euro wieder zurückzahlen müssen, sagte Hoyzer.

Der 25-Jährige hatte heute zum zweiten Mal gegenüber dem DFB aussagen müssen. Die Anhörung fand in der Essener Kanzlei von Hoyzers Anwalt statt. Details des Gesprächs wurden bislang nicht bekannt. Insgesamt liegen dem DFB bislang Einsprüche gegen 13 Partien vor. Darunter ist ein Spiel aus der Bundesliga (Kaiserslautern gegen Freiburg).

Der von Hoyzer in der Affäre beschuldigte Bundesliga- Schiedsrichter Jürgen Jansen soll am Freitag um 10 Uhr in Frankfurt am Main vom Kontrollausschuss-Vorsitzenden Horst Hilpert angehört werden. Laut einem Bericht der "Passauer Neuen Presse" wurde der Termin von Donnerstag auf Freitag verschoben, weil Jansens Anwalt Stephan Reiffen am Donnerstag einen unaufschiebbaren Gerichtstermin in Passau wahrnehmen müsse.