Manipulationsskandal in Italien Vier Topclubs vor Gericht
Rom - Mögliche Strafen sollen erst Mitte Juli ausgesprochen werden. Der Manipulationsskandal war Anfang Mai ans Tageslicht gekommen, als Telefongespräche zwischen Luciano Moggi, dem früheren Sportdirektor von Juventus Turin, und Ex-Schiedsrichterkoordinator Pierluigi Pairetto publik wurden.
Dabei sollen systematische Schiedsrichter-Absprachen, insbesondere in der Saison 2004/05, stattgefunden haben. Moggi trat nach dem 29. Titelgewinn von Juventus im Mai von allen Ämtern zurück.
Am Montag hatte der italienische Staatsanwalt Francesco Borrelli, der von der FIGC zur Klärung des Manipulationsskandals beauftragt worden war, die Ermittlungen abgeschlossen. Insgesamt 62 Personen wurden von Borrelli vernommen. Zu ihnen zählen Clubchefs, Schiedsrichter und Fußballer. Moggi verweigerte das Verhör vor der sportlichen Justiz mit der Begründung, dass er alle Ämter niedergelegt habe.
pav/sid