Manipulationsvorwurf DFB ermittelt gegen Arminen-Keeper Hain
Frankfurt am Main - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ermittelt wegen des von Mathias Hain geäußerten Manipulationsvorwurfes gegen den Torwart von Arminia Bielefeld. In einem Schreiben vom Montag wurde Hain vom Kontrollausschuss-Vorsitzenden Horst Hilpert aufgefordert, die Anschuldigungen "zu beweisen", teilte der DFB mit. Hain hatte dem 1. FC Nürnberg und Bayern Leverkusen vor dem Bundesliga-Finale vorgeworfen, bei den Verhandlungen über einen Wechsel von Trainer Klaus Augenthaler auch "über das Ergebnis" des für den Abstiegskampf wichtigen Duells der beiden Teams gesprochen zu haben.
Die Bielefelder hätten sich nur durch eine Niederlage der Leverkusener bei den Franken den Klassenverbleib sichern können, verloren aber selbst ihr Heimspiel am letzten Bundesliga-Spieltag am vergangenen Samstag gegen Hannover 96 (0:1) und stiegen in die Zweite Liga ab. Bayer setzte sich mit 1:0 im Frankenstadion durch.
Die Entscheidung, gegen Hain zu ermitteln, hatte der DFB-Kontrollausschuss bereits in der vergangenen Woche getroffen. Mit Rücksicht auf die Brisanz des 34. Spieltags erfolgte die Bekanntgabe erst am Montag. Arminia-Schlussmann Hain, dem eine Frist zur Erklärung seiner Vorwürfe gesetzt wurde, droht eine Bestrafung wegen "unsportlichen Verhaltens", sollte er keine Beweise für seine Anschuldigungen vorlegen können.