Meister Dortmund schlägt die Bayern: Das 1:0 in der Analyse - DER SPIEGEL
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Heatmaps: Ballverlierer Ribéry, Laufwunder Großkreutz

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP

Grafische Analyse des Top-Spiels So besiegte Dortmund den FC Bayern

Robert Lewandowskis Hackentor und der verschossene Elfmeter von Arjen Robben haben das Giganten-Duell zwischen Dortmund und den Münchnern entschieden. Das Spiel gewann der BVB aber in der Defensive. Die Bayern straucheln immer dann, wenn zwei Superstars nicht funktionieren.
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Enttäuscht und entnervt ging Franck Ribéry am späten Mittwochabend über den Rasen im Dortmunder Stadion. Der Bayern-Star schob Frust. Alles, was der Franzose nach München zurückbringen konnte, war das Trikot eines Dortmunders, das er nach dem Schlusspfiff gegen das eigene eingetauscht hatte. Die Punkte aber blieben nach der 0:1-Pleite der Münchner beim großen Rivalen.

Das Hackentor von Robert Lewandowski in der 77. Minute und der verschossene Elfmeter von Arjen Robben (86.) waren die dramatischen Höhepunkte einer in der zweiten Hälfte hochspannenden Partie. Der BVB verdiente sich den Erfolg gegen den Rekordmeister am Ende vor allem durch eine meisterhafte taktische Leistung.

So fand Top-Vorbereiter Ribéry (schon 17 Assists) auf der linken Seite nicht im Ansatz zu seiner Form. Bis auf eine Schusschance in der 60. Minute blieb der 29-Jährige weit hinter seinen Möglichkeiten. Das lag vor allem am erneut stark verteidigenden Gegner, der Ribéry immer wieder doppelte.

Gestoppt von Dortmunds "Laufmaschinen"

Dortmunds Mittelfeldspieler Jakub Blaszczykowski und Verteidiger Lukasz Piszczek kümmerten sich ebenso intensiv um ihren Gegner wie Marcel Schmelzer und Kevin Großkreutz auf der anderen Seite um Robben. Die Bayern kennen das bereits. Schon in den vergangenen drei Spielen gegen Borussia Dortmund war das Pressing des BVB der Schlüssel zu den drei Siegen.

Auch der vierte war möglich, weil die Münchner wieder kein Gegenmittel parat hatten. Statt über die sonst so starken Außen musste es in Dortmund durch die Mitte gehen. Doch dort enttäuschte vor allem Thomas Müller. Der Nationalspieler wurde nach 61 Minuten ausgewechselt. Auch Toni Kroos konnte bis auf einen Fernschuss keine Akzente setzen. Nationalstürmer Mario Gomez kam auf nur einen Torschuss.

Vor allem in der ersten Hälfte schafften es die Dortmunder immer wieder, die Laufwege der Bayern zuzustellen, Pässe abzufangen oder zu unterbinden. Dazu wurden die Spieler des BVB einmal mehr ihrem Ruf als "Laufmaschinen" der Liga gerecht. Großkreutz kam nach 90 Minuten auf 12,5 Kilometer, Kapitän Sebastian Kehl gar auf 12,8 und Piszczek auf 11,7.

Die Werte der besten Bayernprofis können da nicht mithalten. Luiz Gustavo schaffte zwölf Kilometer, Ribéry 11,1 und Robben 10,9.

Hier geht es zur grafischen Analyse des Top-Spiels zwischen Borussia Dortmund und Bayern München.