Meisterfrage: Hoeneß bremst Kahn aus - DER SPIEGEL
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Meisterfrage Hoeneß bremst Kahn aus

Trotz ihrer Niederlage in Dortmund und dem Rückstand von acht Punkten auf Tabellenführer Werder Bremen sprechen die Spieler des FC Bayern München noch immer von der Titelverteidigung. Ausgerechnet Lautsprecher Uli Hoeneß schlägt dagegen leise Töne an: Sein Club müsse erst einmal Platz zwei verteidigen.
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München - "Es ist einfach für uns ersichtlich, dass die nervös werden und ein bisschen Angst bekommen vor dem Titel", sagte Torhüter Oliver Kahn nach dem heutigen Training des Rekordmeisters in München. "Die Bremer hatten einen Matchball, und den haben sie nicht verwandelt. Bayern ist immer stark genug, das Unmögliche möglich zu machen", so der Kapitän, der sich am 0:0 der Bremer am vergangenen Sonntag gegen Hannover hochzieht. Werder hatte zuvor bereits im Heimspiel gegen Freiburg nur ein Remis erreicht.

Manager Hoeneß gab sich angesichts von acht Punkten Rückstand auf den Tabellenführer und nur zwei Zählern Vorsprung auf den VfB Stuttgart moderater. "Wir denken nicht an die Meisterschaft, wir denken darüber nach, dass wir den zweiten Platz unbedingt halten müssen", sagte er, "aber wenn Werder Bremen noch Geschenke verteilt, nehmen wir sie gerne an."

Fünf Tage vor dem 199. Derby gegen den Lokalrivalen TSV 1860 München starten die Bayern ihren wohl letzten Angriff auf den Spitzenreiter. "Man sieht ja, die Bremer taumeln", sagte Defensivmann Jeremies gestern Abend in der Sendung "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Fernsehens. "Wir werden unsere fünf Spiele gewinnen. Wenn Bremen acht Punkte holt, dann werden wir gratulieren, und wenn sie es nicht machen, dann werden wir da sein."

Die Bayern spielen am Sonntag (17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen die "Löwen". Bremen gastiert zur selben Zeit beim Tabellenfünften VfL Bochum, der diese Saison erst ein Heimspiel verloren hat. Bis zum drittletzten Spieltag geht das Titelrennen als Fernduell weiter. Am 8. Mai dann treffen die Bayern und Bremen im Münchner Olympiastadion aufeinander.

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