Mexiko: Der WM-Dauerbrenner am Scheideweg - DER SPIEGEL
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Mexiko Der WM-Dauerbrenner am Scheideweg

Zum 12. Male nehmen die Mexikaner an einer Fußball-WM teil. In Frankreich vor vier Jahren erfrischten die Azteken-Kicker noch mit flotten Kombinationsfußball die Zuschauer, doch vor der WM in Japan und Südkorea hatten die Lateinamerikaner bange Momente in der Qualifikation zu überstehen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der WM-Dauerbrenner Mexiko möchte erneut ins Achtelfinale. Nachdem das Team um Superstar Cuauhtemoc Blanco die Qualifikation nach Japan und Südkorea nur mit Mühe und zwei Trainerwechseln schaffte, ist für die "Tri", wie die Mexikaner wegen ihrer drei Landesfarben genannt werden, einiges möglich. Immerhin können sie auf die Erfahrungen von mittlerweile zwölf WM-Teilnahmen zurück greifen und haben eine eingespielte Mannschaft, die in den vergangenen Jahren immer professioneller wurde.

Vater der glücklichen WM-Qualifikation ist Trainer Javier Aguirre. Als den Mexikanern in der Concacaf-Gruppe das Wasser bis zum Hals stand, übernahm der wegen seiner spanischen Eltern "El Vasco" (Der Baske) genannte Coach das Ruder und führte die Mannschaft am Ende punktgleich mit den USA als Zweiter der Ausscheidung nach Asien. Aguirre baute dabei vor allem auf seine Führungsqualitäten. Mit kameradschaftlichem Umgangston schaffte er es, das in sich zerstrittene Team wieder zu einen und Höchstleistungen freizusetzen.

Dabei verzichtete er nicht auf unpopuläre Maßnahmen. Mexikos extrovertierter Torhüter Jorge Campos fand sich plötzlich im dritten Glied wieder. Dagegen baut Aguirre auf seine "Tormaschine" Blanco von Real Valladolid, den er zu einem Comeback überreden konnte. Auch Rekord-Nationalspieler Claudio Suárez, Regisseur Alberto García Aspe und die in Europa tätigen Juan Francisco Palencia (Espanyol Barcelona) und Rafael Márquez (AS Monaco) prägen das Gesicht der "Tri", die in Japan und Südkorea zum zweiten Mal nach 1986 das Achtelfinale überstehen will.