Michel Platini Fakten einer Karriere
Platini, am 21. Juni 1955 geboren, begann seine Spielerkarriere beim AS Joeuf, bevor er als 17-Jähriger zum Erstligisten AS Nancy wechselte. Dort war der Spielmacher bis 1979 unter Vertrag. Nach einem Gastspiel in St. Etienne wurde Platini bei Italiens Rekordmeister Juventus Turin der überragende Regisseur in Europa. 1985 gewann er mit Juve den Europapokal der Landesmeister, das Spiel gegen den englischen Champion FC Liverpool ging aber als "Heysel-Katastrophe" in die Annalen ein. Das Landesmeistercup-Endspiel 1983 ging 0:1 gegen den Hamburger SV verloren. Die Bilanz von Platinis Vereinskarriere: 648 Pflichtspiele, 348 Tore.
Für die französische Nationalmannschaft lief der heute 51-Jährige insgesamt in 72 Spielen auf, in denen er 41 Tore schoss. Den größten Erfolg feierte Platini 1984, als er bei der EM in Frankreich mit der "Equipe tricolore" den Titel holte. Der Mittelfeldspieler wurde zudem Torschützenkönig des Turniers - mit neun Treffern. 1982 und 1986 erreichte das Land unter dem Kapitän Platini jeweils das Halbfinale der WM. Als bisher einziger Spieler wurde er dreimal in Folge Europas Fußballer des Jahres (1983-85).
Seine Laufbahn beendete Platini, der die Nummer zehn trug, 1987. 1988 wurde er französischer Nationaltrainer, doch Platini war kein großer internationaler Erfolg beschieden. 1992 übernahm den Vorsitz des Organisationskomitees für die in Frankreich stattfindende WM 1998 - bei der "Les Bleus" letztendlich den Titel holten. Im gleichen Jahr begann er, als persönlicher Berater des Fifa-Präsidenten Sepp Blatter zu arbeiten, vier Jahre später wurde das französische Pendant zu Franz Beckenbauer in die Exekutiv-Komitees von Uefa und Fifa gewählt. Seinen vorläufigen Karriere-Höhepunkte erreichte Platini heute beim Kongress in Düsseldorf: mit der Wahl zum Uefa-Präsidenten.
goe