Millionen-Schulden AS Monaco steht vor der Pleite
München - "In den letzten beiden Jahren haben wir Miese gemacht", räumte Monacos Präsident Jean Louis Campora ein. Der 62-jährige Franzose steht nach 25 Jahren Präsidentschaft vor einem Scherbenhaufen. "Mit mir ist der Verein in die erste Liga aufgestiegen, mit mir ist er Meister geworden, mit mir in den Europapokal gekommen", erklärte Campora. Doch den Club drücken 50 Millionen Euro Schulden. Da die Liga ein strenges Vorgehen gegen verschuldete Teams fordert, ist ein Konkursantrag der Monegassen nicht ausgeschlossen. Dies wäre gleichbedeutend mit einem Neubeginn in der zweiten Liga.
Nachdem Frankreichs Regierung den Kommunen untersagt hat, Subventionen für Fußballvereine bereitzustellen, kann Campora auch nicht auf Zuschüsse des Staates Monaco hoffen. Prinz Albert liebäugelt ohnehin mit der Installation eines Football-Teams und verhandelt mit amerikanischen Investoren, statt Privatgelder in den Fußball zu stecken.
Campora muss bis Ende Januar einen Investor finden
Der Club-Präsident ist gezwungen, einen Investor zu finden, der für 51 Millionen Euro 51 Prozent des Vereins übernehmen sollte. Die Firma Fedinvest war dazu bereit, sie gehört seit 1996 dem in Monaco ansässigen Russen Alexej Fedoricev. Nachdem Campora den Käufer präsentiert hatte, legte der Hof sein Veto ein. Der französische Geheimdienst fand heraus, dass Fedinvest eine riesige Geldwaschanlage sei.
Bis Ende Januar bleibt dem Präsidenten Zeit, einen neuen Investor zu finden oder einen der 35 Spieler zu verkaufen, um die Saison zu überstehen. Allein die Gehälter verschlingen drei Millionen Euro pro Monat.