Münchner Feinheiten: Ballack wehrt sich - DER SPIEGEL
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Münchner Feinheiten Ballack wehrt sich

Michael Ballack hat auf das zurückgezogene Angebot des FC Bayern für eine Vertragsverlängerung reagiert. Sein Abschied aus München stehe nicht fest, Geld spiele keine Rolle, so der Regisseur. Er wolle sich bei seiner Entscheidung aber nicht unter Druck setzen lassen.
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München - "Europaweit kommen für mich als Alternative zu Bayern nur ein oder zwei Vereine in Frage", sagte Ballack in einem Interview mit der Berliner Boulevardzeitung "B.Z.". Namen wolle er jedoch keine nennen. Die größten Chancen auf eine Verpflichtung des 61-maligen Nationalspielers werden dem spanischen Rekordmeister Real Madrid eingeräumt. Ballacks Vertrag endet am 30. Juni 2006. "Es ist seit 5 oder 6 Jahren ein Traum von mir, im Ausland zu spielen", so der frühere Bundesligaspieler von Bayer Leverkusen und dem 1. FC Kaiserslautern. Er habe vor vier Jahren das Bayern-Engagement einem Angebot von Real vorgezogen, betonte Ballack. "Das zeigt doch, wie gern ich auch in Deutschland bin."

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Am Montag hatte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters unter dem Applaus der Mitglieder erklärt, man habe das Angebot an Ballack zur Vertragsverlängerung bis 2010 "offiziell zurückgezogen". Die Offerte an den Nationalmannschaftskapitän soll sich auf etwa 36 Millionen Euro Gehalt für vier Jahre belaufen - und galt bis 14. November. "Ich habe mich zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht entschieden", sagte Ballack der "B.Z.". Er habe weder "gezockt noch gepokert", denn es sei nie über Geld gesprochen worden. "Nie, zu keinem Zeitpunkt."

Die Aussage Rummenigges, der Verein werde sich ab sofort auch nach einem Ersatz umsehen, hält Ballack für legitim. Auch sei sein Abschied aus München keineswegs besiegelt. "Weder der FC Bayern noch ich haben ein Problem, den Vertrag noch zu verwirklichen", erklärte Ballack. Die Verantwortlichen des FC Bayern hätten ihm am Montag mitgeteilt, dass man sich "jederzeit zusammensetzen" könne, wenn er sich für München entscheiden sollte.

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Sein Zögern erklärt Ballack vor allem mit einer Fifa-Regel, die es interessierten Vereinen untersagt, mit ihm vor dem 1. Januar 2006 offiziell zu verhandeln. "Ich möchte nur die Möglichkeit haben, mir andere Dinge anzuhören. Und da Vereine aus dem Ausland erst ab Januar ein Angebot abgeben dürfen, hatte ich jetzt gar keine Gelegenheit dazu", so Ballack.

Er sei jetzt 29 Jahre alt und "das ist meine letzte Möglichkeit, mein letzter Vertrag. Ich will doch nur die Zeit, um mir sicher zu sein, wo ich meine Karriere beenden will", sagte der Mittelfeldspieler. In München fühle er sich wirklich wohl, sagte Ballack: "Mein Herz hängt am FC Bayern. Das ist doch der Grund, warum ich mich nicht längst verabschiedet habe."

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