Nach EM-Aus: Ribbeck dankt ab - DER SPIEGEL
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Nach EM-Aus Ribbeck dankt ab

Die Entscheidung fiel zwangsläufig: Erich Ribbeck ist als Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetreten.
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Vaals - Erich Ribbeck hat am Mittwoch sein Amt als Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aufgegeben. Einen Tag nach der 0:3-Niederlage gegen Portugal und dem damit verbundenen Ausscheiden bei der Europameisterschaft unterrichtete Ribbeck den DFB-Präsidenten Egidius Braun, dass er freiwillig auf eine Verlängerung seines Vertrages verzichtet. "Er hat mich angerufen und gesagt, er stünde für das Amt nicht mehr zur Verfügung", sagte Braun. Er kündigte an, umgehend Präsidium und Vorstand des DFB einzuberufen. "Vielleicht schon am Samstag."

Der 75-Jährige Braun äußerte sich bestürzt über den Auftritt des Europameisters. "Sie ist auf deprimierende Weise ausgeschieden. Ich bin entsetzt über das, was da abgelaufen ist." Braun wiederholte, dass für die Suche nach einem Nachfolger seine Vizepräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder und Franz Beckenbauer zuständig seien.

Ribbeck hatte das Amt am 10. September 1998, drei Tage nach dem Rücktritt von Berti Vogts, angetreten. Er wird als Bundestrainer mit der kürzesten Amtszeit und der schlechtesten Bilanz in die Geschichtsbücher des Deutschen Fußball-Bundes eingehen. In insgesamt 24 Spielen unter seiner Regie kam die deutsche Mannschaft auf zehn Siege, sechs Unentschieden und acht Niederlagen.

Für Ribbeck war es die zehnte und möglicherweise letzte Station seiner Trainerlaufbahn, in der er zwischen 1978 und 1984 bereits einmal beim DFB angestellt war. Seine damaligen Hoffnungen, vom Assistenten zum Nachfolger für Jupp Derwall aufzusteigen, erfüllten sich nicht, weil stattdessen Franz Beckenbauer als Teamchef installiert wurde. In seiner Karriere blieb der UEFA-Cup-Sieg mit Bayer Leverkusen 1988 der einzige Triumph.

Der DFB steht nun vor der Benennung des achten Bundestrainers nach Otto Nerz, Sepp Herberger, Helmut Schön, Jupp Derwall, Franz Beckenbauer, Berti Vogts und Ribbeck. Als Favorit auf die Nachfolge gilt derzeit der bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stehende Christoph Daum.

Ribbeck selbst hat keine Pläne für seine persönliche Zukunft: "Ich habe bisher lediglich ein paar Einladungen für Golfturniere."

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