Nachschuss Brdaric rechnet mit Neururer ab
Hannover - "Bevor er den ganzen Laden vor die Wand gefahren hat, wollte er mich aussortieren. Er hat alles oder nichts gespielt", sagte Brdaric in einem Interview mit dem DSF über Neururer. Dieser, so Brdaric weiter, habe versucht, ihn loszuwerden. "Das sind Karten, die er hier verspielt hat und die haben ihn wahrscheinlich auch seinen Trainerjob gekostet", erklärte der ehemalige Nationalspieler, der unter dem gestern zurückgetretenen Coach beim Bundesliga-Schlusslicht keine Rolle mehr gespielt hatte.
"Mir wurden Trainingsleistungen vorgeworfen, die anscheinend nicht denen eines Profis entsprechen. Deswegen wurde ich aus dem Kader geschmissen. Ich habe mich vehement dagegen gewehrt, weil es so nicht stimmt", so Brdaric weiter, der eine persönliche Abneigung von Seiten Neururers gegen ihn vermutet: "Persönlich hat er mir das so nicht gesagt. Da fehlte ihm wahrscheinlich auch das Rückgrat." Dies nach außen mit schlechten Trainingsleistungen zu verkaufen, habe er "schon sehr lächerlich" empfungen, so Brdaric, "weil ich mir ja wirklich nichts vorwerfen lassen kann, was mir auch einige Mitspieler bestätigt haben."
Brdaric hatte bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison seinen Stammplatz bei 96 verloren und war daraufhin auch für die WM nicht nominiert worden. Auslöser war ein Interview mit dem
Magazin "Rund" , in dem der an einen Lügendetektor angeschlossene Profi sagte, dass "ein 4:4 mit vier eigenen Toren wichtiger als ein Sieg der Mannschaft" sei. Während der Angreifer betonte, dass seine Antworten "spaßig" gemeint gewesen wären, zeigte Neururer nicht so viel Humor.
goe/sid