Nationalteam: Babbel will zurück zu Klinsmann - DER SPIEGEL
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Nationalteam Babbel will zurück zu Klinsmann

Vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft im Iran gibt es zwei schlechte Nachrichten für Jürgen Klinsmann. Der Bundestrainer muss voraussichtlich auf Torsten Frings verzichten und der Streit zwischen Jens Lehmann und Oliver Kahn scheint weiter zu schwelen. Dafür erwägt ein anderer den Rücktritt vom Rücktritt.
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Stuttgart - Markus Babbel steht für eine Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bereit. "Für den Fall der Fälle stehe ich zur Verfügung", sagte der 32-Jährige, der mit Jürgen Klinsmann 1996 Europameister geworden war, nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg seines VfB Stuttgart bei Arminia Bielefeld. Babbel hatte nach dem Vorrunden-Aus bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlanden seine Karriere in der Nationalelf nach 51 Einsätzen "definitiv" für beendet erklärt.

2001 erkrankte er zunächst am Pfeifferschen Drüsenfieber und dann am Guillain-Barre-Syndrom, einer Nervenkrankheit mit Lähmungserscheinungen. In dieser Saison avancierte der aus England von den Blackburn Rovers nach Deutschland zurückgekehrte Babbel zum Stammspieler in Stuttgart. Am Sonntag gelang ihm mit dem 1:0 in Bielefeld sein erstes Bundesliga-Tor seit dem 14. August 1999, damals noch im Trikot des FC Bayern München.

Unterdessen hat der in den vergangenen Wochen eher zurückhaltende Arsenal-Keeper Lehmann wieder Öl ins Feuer des Torhüterstreits mit Bayern-Schlussmann Kahn gekippt: Ihm sei im Nationalteam bislang keine Chancengleichheit im Duell mit dem Münchner gewährt worden, erklärte Lehmann in einem Interview mit dem "Kicker".

Er müsse vor allem gegen den "Mythos Oliver Kahn" ankämpfen. Auf Grund seiner sportlichen Leistungen habe er es dagegen längst verdient, "in den nächsten Jahren" zu spielen, so Lehmann weiter. "Ich fühle mich heute auf dem Höhepunkt meiner sportlichen Leistungsfähigkeit, mit der Erfahrung, die ich habe. Wenn meine körperliche Verfassung so bleibt, bin ich davon überzeugt, 2006 zu spielen", sagte er.

Während Klinsmann im Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am kommenden Samstag in Teheran gegen den Iran planmäßig rotieren und Lehmann spielen lässt, muss der Bundestrainer in seinem dritten Länderspiel womöglich auf Mittelfeldspieler Torsten Frings verzichten. Der Profi von Bayern München zog sich am vergangenen Samstag beim 2:1 des Rekordmeisters bei Meister Werder Bremen eine Verletzung im Oberschenkel zu.