Nationaltrainer DFB verhandelt mit Hiddink
Den Haag - Nach Angaben der Zeitung "Algemeen Dagblad" steht Hiddink in direktem Kontakt mit der DFB-Trainerfindungskommisson. Der 57-Jährige soll seinen Arbeitgeber, bei dem er als Trainer und Sportdirektor bis 2007 unter Vertrag steht, darüber informiert haben, dass der DFB an ihn herangetreten ist.
Der ehemalige Bondscoach und südkoreanische Nationaltrainer soll in seinem Kontrakt eine Klausel haben, die es ihm erlaubt, als Nebenbeschäftigung eine Nationalelf zu betreuen. Diese Regelung war aber nur bei einem Job als Coach einer so genannten kleinen Fußballnation vorgesehen und dürfte nicht für den Posten des deutschen Nationaltrainers gelten.
Derweil erklärte PSV-Präsident Harry van Raaij in der "Bild"-Zeitung: "Zunächst müsste der DFB mal mich anrufen. Bislang habe ich nur aus der Zeitung davon erfahren." Der Clubchef fügte hinzu: "Ich bin lange genug im Fußball-Geschäft. Wenn einer weg will, kommt er immer aus seinem Vertrag."
In niederländischen Medien wird van Raaij allerdings übereinstimmend mit den Worten zitiert, dass Hiddink seinen Club nicht verlassen wolle. "Hiddink sieht Deutschland nicht als ernst zu nehmendes Thema", meldete das Fachblatt "Voetbal international".
Eine Verpflichtung Morten Olsens, der neben Hiddink als Völler-Nachfolger im Gespräch ist, dürfte ebenfalls schwierig sein. Denn der dänische Verband (DBU) ist nicht gewillt, den ehemaligen Bundesligaprofi gehen zu lassen. DBU-Generalsekretär Jim Sternje Hansen sagte, dass Olsen in den Planungen seines Verbandes eine "wichtige Rolle" spiele. Olsens Vertrag läuft bis zur WM 2006.
"Wir haben vor, den Vertrag einzuhalten, und wir gehen davon aus, dass ihn unser Trainer auch einhält." Alles andere sei "unrealistisches Wunschdenken auf Basis von Gerüchten".