Nationaltrainer: Matthäus geht nach Ungarn - DER SPIEGEL
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Nationaltrainer Matthäus geht nach Ungarn

Sein bis 2005 laufender Vertrag bei Partizan Belgrad besaß eine Ausstiegsklausel. Diese hat Lothar Matthäus genutzt. Der frühere Bayern-Profi verlässt den serbischen Meister und widmet sich künftig der ungarischen Fußball-Nationalmannschaft.
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Hamburg - Am Sonntag bestätigte der ungarische Fußballverband, dass Matthäus zum 1. Januar 2004 Nationaltrainer wird. Der Deutsche wird damit Nachfolger von Imre Gellei, der seine Arbeit zum 1. Dezember beendet hatte.

Bereits am Samstagabend hatte Partizan-Direktor Nenad Bjekovic gegenüber dem Fernsehsender B92 erköärt, dass Matthäus seinen Vertrag in Belgrad "völlig überraschend" gekündigt hätte. Der Rücktritt erfolge aus "persönlichen Gründen", so Bjekovic.

Der Vertrag von Matthäus beim serbischen Meister, der unter der Woche das Achtelfinale der Champions League verpasst hatte, war bis 2005 datiert. Der ehemalige Bayern-Spieler hatte jedoch auf einer Ausstiegsklausel bestanden.

Entscheidend für den Wechsel von Matthäus nach Ungarn ist laut "Bild am Sonntag" Ehefrau Marianna Kostic, die mit ihren drei Kindern in Budapest lebt und dort einen Modesalon betreibe. Matthäus, der die 32-Jährige vor wenigen Wochen geheiratet hatte, dementierte am Samstagabend noch eine Einigung mit dem ungarischen Fußballverband. "Da ist absolut nichts dran", sagte er.

Matthäus soll Ungarn zur WM 2006 führen

Ähnlich hatte sich Matthäus auch schon am Mittwoch zu Meldungen geäußert, er werde ab der kommenden Saison neuer Trainer beim russischen Meister ZSKA Moskau. "Das sind reine Spekulationen. Daran beteilige ich mich nicht. Ich bin der Erste, der an die Öffentlichkeit geht, wenn es etwas zu vermelden gibt."

Mit der ungarischen Fußball-Nationalmannschaft will Mathäus die Qualifikation für die Fußball-WM 2006 in Deutschland schaffen. In ihrer Qualifikations-Gruppe treffen die Ungarn auf schwere Gegner. Die derzeitige Nummer 67 der Weltrangliste hat es mit den EM-Teilnehmern Schweden, Kroatien und Bulgarien sowie Island und Malta zu tun.

Zum Aufgebot der ungarischen Fußball-Nationalmannschaft gehören mit dem Stuttgarter Imre Szabics, den Berlinern Gabor Kiraly und Pal Dardai sowie dem Bremer Krisztian Lisztes derzeit vier Spieler aus der Fußball-Bundesliga.

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