Neue Heimat: Klinsmann kommt nach Hause - DER SPIEGEL
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Neue Heimat Klinsmann kommt nach Hause

DFB-Chef Theo Zwanziger hat in der "Heimat-Debatte" den Druck auf Bundestrainer Jürgen Klinsmann erhöht und von ihm erneut mehr Präsenz in Deutschland gefordert. Und der zeigt sich plötzlich geläutert, will sich vor der WM in Deutschland aufhalten und erklärte nun auch sein Fehlen beim WM-Workshop.
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Hamburg - "Mein Lebensmittelpunkt ist seit dem 27. Januar Deutschland", sagte Klinsmann in einem Interview mit dfb.de. "Es bedarf einer Anregungen und Wünsche. Ich kenne meine Aufgabe, und mein Plan hat immer vorgesehen, dass ich in den letzten Monaten vor der WM in Deutschland bin." Trotzdem werde er hin und wieder zu seiner Familie nach Kalifornien fliegen, so Klinsmann bei seiner Rückkehr nach Deutschland am Sonntag.

Für sein höchst umstrittenes Fehlen beim Fifa-WM-Workshop, für das er sich einen kräftigen Rüffel von Franz Beckenbauer eingefangen hatte, führte er nun private Gründe an. "In dieser Woche war der erste Jahrestag des Todes meines Vaters und ich hatte meiner Mutter schon lange versprochen, dass wir diese für sie schweren Tage gemeinsam in Kalifornien verbringen", sagte der 41-Jährige. "Ich war der Meinung, dass ich solche Privatangelegenheiten nicht öffentlich machen muss, um mich zu rechtfertigen. Sollte ich wieder in eine ähnliche Situation kommen, würde ich es genauso machen." Zum späten Zeitpunkt seiner Erklärung sagte Klinsmann: "Ich sage das erst heute, weil mich vorher niemand danach gefragt hat."

Möglicherweise hat aber auch Theo Zwanziger für ein Umdenken gesorgt. Am Morgen war bekannt geworden, dass der DFB offenbar eine vertraglich fixierte Handhabe hat, um Klinsmann zu mehr Präsenz zu zwingen. "Sie wissen, dass ich zu vertraglichen Inhalten keine Auskunft gebe. Aber da ich ja den Vertrag mitgestaltet habe, können Sie davon ausgehen, dass wir schon wissen, was wir von ihm einfordern können", sagte der geschäftsführende DFB-Präsident in einem Interview mit der Bild am Sonntag. "Der Inhalt entspricht durchaus der Lage und den Wünschen der Nation. Ganz so schlafwagenhaft sind wir beim DFB nun auch wieder nicht." Man müsse die Präsenz vom Bundestrainer einfordern, war noch am Morgen zu lesen. Schneller als erwartet hat Klinsmann nun darauf geantwortet.

mac/sid

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