Neymar: Spanisches Gericht spricht brasilianischen Fußballstar frei - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Betrugsprozess gegen Brasiliens Superstar Spanisches Gericht spricht Neymar frei

Kurz nach dem brasilianischen WM-Aus hat Neymar vor Gericht gewonnen: Dem Superstar konnten keine Unregelmäßigkeiten im Zuge seines Transfers aus Brasilien zum FC Barcelona nachgewiesen werden.
Wies jegliche Verantwortung von sich: Neymar
Wies jegliche Verantwortung von sich: Neymar

Wies jegliche Verantwortung von sich: Neymar

Foto:

Joan Mateu Parra / AP

Ein Gericht in Barcelona hat den wegen Korruptions- und Betrugsvorwürfen angeklagten brasilianischen Fußballstar Neymar und alle acht Mitangeklagten am Dienstag wie erwartet freigesprochen. In dem Prozess, in dem es um Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Transfer des Superstars zum FC Barcelona im Jahr 2013 gegangen war, hatte die spanische Staatsanwaltschaft im Oktober ihre Anklage überraschend zurückgezogen.

Es sei »keine Straftat festgestellt worden«, teilte das Gericht mit. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft eine zweijährige Haftstrafe und eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro für den Angreifer von Paris Saint-Germain gefordert. Die Summe, die der FC Barcelona damals an Neymars Ex-Klub FC Santos aus Brasilien gezahlt hatte, soll höher gewesen sein als zunächst angegeben.

Mehr zum Thema

Dadurch sei das Unternehmen DIS, das seinerzeit 40 Prozent der Vermarktungsrechte an Neymar besaß, um einen Millionenbetrag gebracht worden. Barcelona gab an, dass DIS 6,8 Millionen Euro erhalten und der Transfer ein Gesamtvolumen von 57,1 Millionen Euro umfasst habe. Die Staatsanwaltschaft ging jedoch von mindestens 83 Millionen Euro aus.

Der gerade bei der WM in Katar mit Brasilien gescheiterte Neymar hatte am 17. Oktober ausgesagt und dabei jegliche Verantwortung von sich gewiesen.

Neymar: »Ich unterschreibe, was er mir sagt«

Er habe lediglich »die Unterlagen unterschrieben«, die er von seinem Vater erhalten habe. Dieser habe »immer die Vertragsverhandlungen geleitet« und sei »immer dafür verantwortlich« gewesen. »Ich unterschreibe, was er mir sagt«, hatte der 30-Jährige vor Gericht erklärt.

Neben Neymar waren auch seine Eltern, die früheren Barcelona-Präsidenten Sandro Rosell und Josep Maria Bartomeu sowie sechs weitere Personen angeklagt.

mas/AP/Reuters/sid

Mehr lesen über

Verwandte Artikel