Nigeria: Generationswechsel bei den "Super Eagles" - DER SPIEGEL
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Nigeria Generationswechsel bei den "Super Eagles"

Seit Jahren stehen sie in den Startlöchern, bei der WM in Japan und Südkorea soll es endlich so weit sein: Nigerias "Super Eagles" wollen zum ultimativen Höhenflug ansetzen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei Nigerias "Super Eagles" war vor der dritten WM-Teilnahme ein heftiger Machtkampf ausgebrochen. Nach dem enttäuschenden dritten Platz beim Afrika-Cup im Februar in Mali übernahm der Technische Direktor Festus Adegboye Onigbinde auch den Trainerposten und warf überraschend die Garanten des nigerianischen Fußball-Aufstiegs um Kapitän Sunday Oliseh von Borussia Dortmund, Finidi George und Victor Ikpeba aus dem Kader. "Unsere Spieler werden älter. Wenn sie sich nicht vom Fußball verabschieden, verabschiedet sich der Fußball von ihnen", begründete Onigbinde sein Handeln.

Onigbinde will bei der WM in Japan und Südkorea stärker auf im Heimatland aktive Talente setzen. Ob der 64-Jährige diese Linie durchzieht, ist aber fraglich. Die Erwartungen in Nigeria sind nach dem Olympiasieg 1996 und dem Erreichen der WM-Achtelfinals 1994 und 1998 hoch. Für das Testspiel gegen Paraguay (1:1) holte der Coach mit dem Ex-Frankfurter Jay Jay Okocha einen Altstar zurück. "Wir sind das Brasilien Afrikas", tönt Okocha, der bei Paris St. Germain die Fäden in der Hand hält.

Wenn da nicht die oft fehlende Disziplin wäre. Im Glauben an eigene Unbesiegbarkeit spielen die "Super Eagles" oft zu sorglos. So wie auch in der WM-Qualifikation, die erst in einem spannenden Finish geschafft wurde. Dennoch ist Stürmerstar Kanu von Arsenal London überzeugt: "Es wäre ein Fehler, uns abzuschreiben."