Noch ein Star Real Madrid holt Michael Owen
Madrid - Liverpools neuer Teammanager Rafael Benitez bestätigte heute den Transfer. Owens Vertrag an der Anfield Road lief bis zum 30. Juni 2005. Wie englische und spanische Gazetten übereinstimmend berichteten, soll der 24-Jährige nach dem Länderspiel der englischen Nationalmannschaft am kommenden Mittwoch gegen die Ukraine nach Madrid reisen und anschließend einen Vertrag bis 2008 beim spanischen Fußball-Rekordmeister unterzeichnen.
Dagegen bleibt der ebenfalls von Real umworbene französische Welt- und Europameister Patrick Vieira beim FC Arsenal. Der englischen Champion hat laut der spanischen Tageszeitung "AS" die geforderte Ablösesumme um drei auf 38 Millionen Euro erhöht. Daraufhin brach Reals Clubchef Florentino Pérez die Verhandlungen mit Arsenals Vizepräsidenten David Dein ab.
Unklar sind noch die genauen Modalitäten des Owen-Wechsels. Die Ablöse soll bei zwölf Millionen Euro liegen. Für diese Summe hatte Real Madrid gestern seinen Stürmer Samuel Eto'o an den FC Barcelona verkauft; der Kameruner war zuletzt an den spanischen Erstligisten RCD Mallorca ausgeliehen. Neben den Millionen erhält der FC Liverpool nach Presseberichten auch noch den spanischen Mittelfeldspieler Antonio Nunez.
Großes Angebot im Sturm
Owen, der bei Real Madrid fünf Millionen Euro pro Jahr verdienen soll, spielte seit seiner Jugend beim FC Liverpool. Eigentlich wollte der englische Rekordmeister mindestens 20 Millionen Euro für den Stürmer haben. Owen, der in bislang 60 Länderspielen 26 Tore erzielte, hatte eine Vertragsverlängerung bei seinem derzeitigen Club abgelehnt. Der EM-Teilnehmer war 2001 Europas Fußballer des Jahres und 1998 Torschützenkönig der englischen Premier League. Bei Real Madrid trifft Owen auf seinen Landsmann Beckham, der 2003 von Manchester United gekommen war.
In den vergangenen Jahren hatte sich der spanische Traditionsclub zudem mit Zinedine Zidane, Ronaldo und Luis Figo verstärkt. Weitere Weltstars im Team sind der Braslianer Roberto Carlos sowie die spanischen Nationalspieler Raúl und Fernando Morientes, der vom AS Monaco nach Madrid zurückgekehrt ist. Vereinschef Perez hatte den Fans nach der enttäuschend verlaufenen Saison 2003/2004 - Real holte keinen Titel - weitere Topspieler versprochen.