Optimismus in Argentinien: "Eine unglaublich starke Mannschaft" - DER SPIEGEL
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Optimismus in Argentinien "Eine unglaublich starke Mannschaft"

Der Sieg war eigentlich fest eingeplant. Gegen Mexiko saßen erneut Millionen argentinischer Fans siegessicher vor den TV-Bildschirmen.  Diesmal mussten sich die erfolgsverwöhnten Anhänger allerdings ungewöhnlich lange gedulden - um dann umso heftiger zu feiern.
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Buenos Aires - "Der Erlösungsschrei war in ganz Deutschland zu hören", schrieb die argentinische Zeitung "La Nacion". Niemand der siegessicheren Anhänger Argentiniens hatte sich vor der Achtelfinal-Begegnung gegen den vermeintlichen Außenseiter Mexiko auf mehr als zwei Halbzeiten eingestellt.

"Argentinien habe nicht an die vorangegangenen Spiele erinnert, aber Opferbereitschaft und Kampfgeist gezeigt, fasste "Clarín" zusammen. "Die Mannschaft hatte dieses heilige Feuer, mit dem man den Gegner und sich selbst überwinden kann. Doppelt verdient gewonnen."

Der Schlusspfiff nach 120 langen Minuten war für die Argentinier das Signal zum Aufbruch: Zehntausende stürmten auf Straßen und Plätze, feierten ihre Mannschaft und den Einzug ins WM-Viertelfinale gegen Deutschland. Autokorsos, Hupkonzerte, Feuerwerk, Tröten und Schlachtengesänge verwandelten das Zentrum von Buenos Aires trotz strömenden Regens in einen Hexenkessel.

Vor der Viertelfinalbegegung gegen Gastgeber Deutschland (Freitag 17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wollte Maxi Rodriguez, Torschütze des 2:1-Siegtreffers gegen Mexiko, von Zweifeln an der eigenen Spielstärke nichts wissen. Mexiko habe den Argentiniern "schon immer das Leben schwer gemacht". Die deutschen Spieler lassen "den Ball sehr gut laufen und sind immer in Bewegung. Dennoch denke ich, dass wir mit unserem Spiel gute Chancen haben, die Partie zu gewinnen", sagte Rodriguez und fügte hinzu: "Wir müssen an uns selbst denken und an uns glauben. Mit dem Sieg gegen Mexiko können wir optimistisch in die Partie gehen."

Auch die heimische Presse zeigt sich optimistisch: "Heimvorteil und Schlagkraft, das sind die Waffen der Mannschaft Klinsmanns. Aber für uns bedeutet dieses Spiel einen Motivationsschub, mit dem sie erst mal fertig werden sollen", schrieb "La Nacion". DFB-Chefcoach Urs Siegenthaler warnt davor, die Argentinier zu unterschätzen: "Wer behauptet, wir gehen als Favorit ins Spiel, der irrt gewaltig. Wir brauchen sicherlich keine Angst zu haben, aber Argentinien ist eine unglaublich starke Mannschaft", sagte Siegenthaler.  

knu/dpa/sid

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