Ottmar Hitzfeld: "Die Situation ist gefährlich" - DER SPIEGEL
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Ottmar Hitzfeld "Die Situation ist gefährlich"

Nach der vierten Heimniederlage in dieser Saison hat sich Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld über das Abwehrproblem seines Teams und die Aussichten für das CL-Viertelfinal-Rückspiel gegen ManU geäußert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ottmar Hitzfeld, 1:3 und die erste Heimniederlage gegen Schalke seit 18 Jahren, was war los mit den Bayern?


Hitzfeld:

Wir sind defensiv nicht gut gestanden, haben zu viele Fehler gemacht im Abwehrbereich. Vor allem beim zweiten Tor von Ebbe Sand kann man den Ball locker wegköpfeln. Uns fehlte die Sicherheit. Je länger es dauerte, desto mehr mussten wir aufmachen, desto größer war die Gefahr eines schnellen Konters. Das hat Schalke brutal ausgenutzt. Wir waren nach dem 1:2 nahe dran, aber wir haben dem Gegner in die Karten gespielt. Die eigenen Fehler waren sehr bitter für uns.


War's das mit der Meisterschaft?


Hitzfeld: Die Niederlage war ein herber Rückschlag für uns. Ich bin sehr enttäuscht. Aber wir können immer noch Meister werden.


Wer holt denn den Titel?


Hitzfeld: Schalke hat auswärts gewonnen, die haben jetzt noch mehr Selbstvertrauen. Jetzt sind sie der absolute Favorit auf die Meisterschaft. Wir müssen alles dransetzen, um uns für die Champions League zu qualifizieren. Aber dazu müssen wir uns erheblich steigern.


Vor allem die Abwehr, in der Sammy Kuffour einen rabenschwarzen Tag erwischt hat. Wie bewerten Sie dessen Leistung?


Hitzfeld: Es waren Einladungen zu Toren. Es ist unser großes Problem in dieser Saison, dass ich nicht die Chance habe einen Abwehrspieler einmal draußen zu lassen.


Wird Kuffour am Mittwoch im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester United spielen?


Hitzfeld: Er hat das Vertrauen, dass er am Mittwoch spielt. Er hat in der Champions League gut gespielt.


Befürchten Sie durch die Pleite gegen Schalke Auswirkungen auf die Partie gegen ManU?


Hitzfeld: Das Wichtigste ist jetzt, nach vorne zu blicken. Wir müssen aufpassen, trotz der guten Ausgangsposition durch den 1:0-Sieg in Manchester. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen. Wir haben noch nichts in der Tasche. Wir wandeln auf einem schmalen Grat. Die Situation ist gefährlich.

Aufgezeichnet von Markus Seyrer, sid

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