Nach schwerer Verletzung Barcelona-Trainer sieht Mitschuld bei Dembélé
Chefcoach Ernesto Valverde vom FC Barcelona hat seinem Neuzugang Ousmane Dembélé eine gewisse Mitschuld an dessen gravierender Verletzung gegeben. Valverde erklärte auf der Homepage des Vereins, dass Dembélé den Sehnenriss im linken Oberschenkel zum Teil seiner Unerfahrenheit zuschreiben muss.
Dembélé hatte sich die Verletzung am vergangenen Samstag in der 29. Minute seines Debüt-Spiels beim FC Barcelona in Getafe (2:1) zugezogen. Nach der Video-Auswertung kam Valverde zu dem Schluss, dass so etwas einem erfahrenen Spieler kaum passiert wäre.
"Er ist ein sehr schneller Spieler. Die Bewegung die er machte, ist eines der schlimmsten Dinge, die Du dem Oberschenkel antun kannst", sagte Valverde. Der 20-jährige Franzose lässt sich am Dienstag in Helsinki operieren und wird Barcelona rund vier Monate fehlen. Anschließend muss der Offensivspieler, der im Rollstuhl zum Flugzeug gebracht werden musste, noch einige Tage in Finnland verbringen, ehe er seine Reha in Spanien fortsetzen kann.
Dennoch zeigt Trainer Valverde Mitgefühl mit dem von Borussia Dortmund zum FC Barcelona gewechselten Jungstar. "Für einen Spieler wie ihn ist es das größte Übel, wenn er verletzt ist und der Mannschaft nicht helfen kann. Er muss jetzt viel Geduld zeigen", sagte Valverde. Für Dembélé hatte Barcelona zu Saisonbeginn 105 Millionen Euro Ablöse direkt an den BVB überwiesen und muss möglicherweise noch Bonuszahlungen von bis zu 42 Millionen an die Westfalen leisten.
Die spanische Sporttageszeitung "Marca" berichtet in diesem Zusammenhang, dass der BVB durch Dembélés Verletzung bereits ein gutes Viertel der Boni abschreiben kann. Dem Blatt zufolge würde Dortmund zehn Millionen Euro am Saisonende kassieren, wenn der Franzose in seiner ersten Spielzeit für Barcelona auf 50 Pflichtspieleinsätze kommt. Diesen Wert kann der Flügelstürmer aufgrund seiner langwierigen Verletzung nun nicht mehr erreichen.