Patient Deisler "Mir geht es bestens"
München - "Mir geht es bestens. Es sieht alles optimal aus und läuft genau so, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Deisler am Donnerstag, "ich bin nicht frustriert, ich bin gut drauf." An den Gerüchten, er müsse seine aktive Laufbahn wegen eines irreparablen Schadens am rechten Knie beenden, sei nichts dran, betonte der 22-Jährige.
Statt Invalidität erwarten die Ärzte ein Comeback Deislers. Im Januar kommenden Jahres könne der frühere Gladbacher, der diesen Sommer für rund neun Millionen Euro von Hertha BSC nach München gewechselt war, wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen. Deisler selbst will sich jedoch nicht festlegen: "Es gibt keinen genauen Stichtag. Das ist alles Quatsch. Wir werden von Woche zu Woche schauen."
Der 19-malige Nationalspieler hatte sich die Knieverletzung am 18. Mai im Länderspiel gegen Österreich (6:2) zugezogen und war seither zwei Mal operiert worden. Zuletzt wurde spekuliert, bei der zweiten Operation in den USA sei eine Sehne versetzt worden. "Bei Sebastian läuft alles, aber wirklich alles nach Plan", erklärte Bayern-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.
Derzeit arbeitet Deisler täglich mehrere Stunden mit einem eigenen Physiotherapeuten im Kraftraum. Am Freitag darf er die Stützschiene ablegen, die er acht Wochen tragen musste. Noch mehr fiebert der außer Gefecht gesetzte Jungstar aber der Arbeit mit dem Fußball entgegen. "Ich freue mich auf den Tag, an dem ich wieder beim Training mitmachen kann."