Petrow-Wechsel "Zeitpunkt ist eine Katastrophe"
Wolfsburg - "Ich sehe keinen, der Martin Petrow ersetzen kann. Sein Abgang ist mehr als ein herber Verlust. Der Zeitpunkt des Wechsels ist eine Katastrophe", sagte der neue Trainer Holger Fach zum Wechsel des bulgarischen Nationalspielers zum ehemaligen spanischen Meister Atletico Madrid für die festgeschriebene Ablösesumme von zehn Millionen Euro. Das bedeutet gleichzeitig einen neuen Transferrekord bei den Niedersachsen.
Mit zwölf Saisontoren und 14 Vorlagen war der 26 Jahre alte Linksfuß in der vergangenen Saison beim VfL der herausragende Akteur. In dem System von Fach sollte der Flügelspieler eine zentrale Rolle einnehmen, weshalb der Coach das Saisonziel jetzt gefährdet sieht. "Solange wir für Martin keinen Ersatz haben, brauchen wir das Wort Uefa-Pokal nicht in den Mund zu nehmen", sagte Fach. Der Sportliche Leiter hofft, dass die Einnahmen in einen gleichwertigen Ersatz investiert werden.
Unterdessen befindet sich Petrow, der am Dienstag zum zweiten Mal Vater geworden ist, auf dem Weg in die spanische Hauptstadt, wo vermutlich am Donnerstag der sportmedizinische Check und danach die offizielle Vorstellung vollzogen werden.
Der Mittelfeldspieler will sich am Rande des UI-Cup-Rückspiels am kommenden Samstag gegen den zweimaligen schwedischen UEFA-Cup-Sieger IFK Göteborg noch von der Mannschaft und den Verantwortlichen verabschieden. Das Hinspiel hatte der VfL mit 2:0 für sich entschieden.