Pleite gegen Liverpool Chelseas K.o. bei Cechs Comeback
London - Chelsea unterlag beim Comeback von Stammtorwart Petr Cech, der drei Monate nach seinem Schädelbruch mit einem Kopfschutz auflief, Rekordmeister Liverpool 0:2 (0:2). Den vereinsinternen Turbulenzen um Teammanager Jose Mourinho und der harschen Kritik an neuen Millionenstars wie Michael Ballack und Andrej Schewtschenko folgte damit der nächste Rückschlag.
Nun droht Chelsea im Kampf um die erfolgreiche Titelverteidigung den größten Meisterschaftsrivalen aus den Augen zu verlieren. Mit einem Sieg beim FC Arsenal morgen kann Manchester United (57 Punkte) seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf neun Punkte ausbauen. Liverpool (46) festigte den dritten Tabellenplatz und verkürzte den Rückstand auf die "Blues" auf fünf Zähler. Für Liverpools spanischen Teammanager Rafael Benitez war es der erste Liga-Sieg gegen Chelsea.
Gesprächsthema Nummer eins an der Anfield Road in Liverpool war das Comeback von Cech. Der tschechische Nationalkeeper lief heute unter dem Beifall der 44.245 Zuschauer ein und sorgte mit seinem Kopfschutz für ein Fußball-Novum. Cech hatte am 24. Oktober 2006 im Spiel beim FC Reading (1:0) einen Schädelbruch erlitten. Von einem neuseeländischen Rugby-Ausrüster ließ sich der Keeper für sein Comeback einen 80 Gramm leichten Kopfschutz anfertigen.
Der sportliche Erfolg blieb dem Tschechen allerdings verwehrt. Schon nach etwas mehr als drei Minuten wurde Chelseas umformierte Innenverteidigung von den Gastgebern überrumpelt. Nach einem langen Ball aus der eigenen Abwehr verlängerte Liverpools Nationalstürmer Peter Crouch per Kopf, Kuyt ließ den Portugiesen Paulo Ferreira aussteigen und vollendete zur Führung. Ferreira spielte zusammen mit Michael Essien in der Abwehrzentrale für die verletzten Ricardo Carvalho und Kapitän John Terry.
Die nächste unglückliche Aktion Chelseas wurde von Liverpool erneut gnadenlos ausgenutzt. Eine Flanke in den Strafraum köpfte Essien direkt vor die Füße von Pennant, der den Ball einmal auftropfen ließ und mit einem Schuss aus 17 Metern in den linken Torwinkel traf.
Der deutsche Nationalmannschaftskapitän Ballack konnte wie der Rest des Teams keine Akzente setzen. In der 68. Minute sorgte zudem ein Missverständnis für den Hohn der Liverpooler Fans, als sich Ballack beim Versuch eines Freistoßtricks mit Didier Drogba den Ball abknöpfen ließ.
pav/sid