Portugal: Figo droht mit Rücktritt - DER SPIEGEL
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Portugal Figo droht mit Rücktritt

Weniger als zwei Jahre vor der Europameisterschaft im eigenen Land hat die ungeklärte Nationaltrainerfrage im portugiesischen Fußball einen schweren Konflikt heraufbeschworen. Superstar Luis Figo setzt den Verband unter Druck.
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Lissabon - "Ich habe mein Prestige, und wenn ich sehe, dass mein Ruf in der Nationalmannschaft Schaden nimmt, komme ich besser gar nicht erst", sagte Figo vor dem Freundschaftsspiel zwischen Schweden und Portugal am Mittwoch in Göteborg. Die Führung des portugiesischen Fußballverbandes (FPF) solle endlich klar machen, was sie überhaupt wolle. "Wenn es keine vernünftige Planung für die Nationalelf gibt, spiele ich lieber nicht mehr für Portugal", ergänzte der 29-Jährige von Real Madrid.

Hintergrund der Drohung ist nach Presseberichten vom Mittwoch die seit Monaten währende Unklarheit darüber, welcher Trainer die portugiesische Elf für die EM 2004 vorbereiten soll. Nationaltrainer António Oliveira war nach dem unerwartet frühen Ausscheiden Portugals bei der Weltmeisterschaft zum Rücktritt gezwungen worden. Im August wurde dessen Namensvetter Agostinho Oliveira, Coach der U21-Auswahl, für zwei Monate zum Interimstrainer der Nationalmannschaft ernannt.

Agostinho Oliveiras Mandat läuft mit dem Spiel in Schweden aus. Er äußerte den Wunsch, bis zur EM im Amt bleiben zu dürfen, und wird auch von den meisten Nationalspielern unterstützt. Doch FPF-Präsident Gilberto Madail scheint den derzeit vereinslosen Manuel José zu favorisieren. Madail wies die Drohung Figos zurück: "Ich werde mich nicht unter Druck setzen lassen." Ligapräsident Valentim Loureiro hielt Figo vor: "Er ist über das hinausgegangen, was ihm zusteht."