Positiver Dopingtest Mozart darf nicht spielen
Hamburg - Mozart, 24, war nach dem Spiel beim AC Mailand am 3. Oktober zur Dopingkontrolle bestellt worden und anschließend positiv auf die verbotene Subtanz Betamethason, ein cortisonhaltiges Produkt, getestet worden. Funktionäre des derzeit Drittletzten der Serie A sagten, dass ihr Spieler nicht falsch gemacht hätte und die verbotene Substanz von einer Hautcreme stamme, die der Brasilianer seiner dreijährigen Tochter nach einem Mückenstich aufgetragen habe.
Dennoch ist der Mittelfeldspieler, der vor drei Jahren von Flamengo zu Reggina wechselte, von seinem Club suspendiert worden und fehlt beim Spiel am Samstagabend gegen Tabellenführer Juventus Turin. Die italienische Fußballliga muss nun entscheiden, ob sie Mozart längerfristig sperrt.
Neben Mozart wurden auch fünf Spieler der Serie B positiv auf die gleiche Substanz getestet. Julien Rantier (Vicenza), Daniele Amerine (Arezzo), Lorenzo Rossetti (Cesena) Daniele Vantaggiato (Crotone) und Tommaso Dei (Catanzaro) fielen durch Betamethasone-Missbrauch auf. Betamethasone ist in vielen Produkten zur Hautbehandlung enthalten. Doch die fünf Zweitligaspieler wurden umgehend gesperrt, weil sie zuvor keine schriftliche Begründung für die Benutzung abgegeben hatten.
In Italien gab es zuletzt mehrere positive Dopingtests zu vermelden. Im letzten Monat fiel Brescias Mittelfeld Jonathan Bachini mit Kokainüberreste auf, im letzten Jahr wurde Mohammed Kallon (damals Inter Mailand) positiv auf Nandrolon getestet. Kallon spielt inzwischen beim AS Monaco.