Premier League: Chelsea-Profi John Terry akzeptiert Rassismus-Strafe - DER SPIEGEL
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Kurzpässe Terry akzeptiert Strafe, Union Berlin kritisiert DFB und DFL

Chelsea-Verteidiger John Terry hat seine Strafe in der Affäre um rassistische Äußerungen akzeptiert. Zweitliga-Club Union Berlin ist auf Konfrontationskurs mit der Deutschen Fußball-Liga und dem Deutschen Fußball-Bund gegangen. Und: Mario Götze fällt für das Derby gegen Schalke aus.
Chelsea-Profi Terry: Strafe akzeptiert
Chelsea-Profi Terry: Strafe akzeptiert

Chelsea-Profi Terry: Strafe akzeptiert

Foto: IAN KINGTON/ AFP
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Hamburg - Chelsea-Kapitän John Terry hat in der Affäre um rassistische Äußerungen gegenüber Anton Ferdinand die Strafe des englischen Fußballverbandes (FA) akzeptiert. Der 31-Jährige wird nicht von seinem Recht Gebrauch machen, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Die FA hatte dem Innenverteidiger 220.000 Pfund (rund 280.000 Euro) Geldbuße auferlegt, zudem muss er vier Pflichtspiele pausieren. Terry hatte sich im Oktober 2011 auf dem Spielfeld mit Queens-Park-Spieler Ferdinand angelegt. Dabei sollen rassistische Äußerungen gefallen sein. Terry hatte behauptet, er habe lediglich Worte von Ferdinand wiederholt.

Die FA belegte zudem Terrys Teamkollegen Ashley Cole mit einer Geldstrafe von 90.000 Pfund (rund 111.000 Euro). Cole hatte als Reaktion auf den FA-Bericht zur Strafe gegen Terry den Verband via Twitter als "einen Haufen Deppen" beschimpft. Der Verteidiger hatte den Eintrag wenig später gelöscht und sich persönlich bei FA-Präsident David Bernstein für die Entgleisung entschuldigt.

Zweitligist Union Berlin hat den Maßnahmenkatalog gegen Gewalt in Fußballstadien abgelehnt und ist damit auf Konfrontationskurs mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegangen."Der vorliegende Maßnahmenkatalog ist kein sinnvolles Mittel, um den fraglos vorhandenen Problemen zu begegnen", hieß es in der Erklärung des Vereins . Bis zum kommenden Montag können die 36 Profivereine zu dem Konzept des Ligaverbands Stellung nehmen und eigene Ideen vorschlagen. Bei der Vollversammlung am 12. Dezember soll das "Konzeptpapier 'Sicheres Stadionerlebnis'" verabschiedet werden. Unterstützung erhielten die Berliner von Ligakonkurrent FC St. Pauli, der das Konzept ebenfalls kritisierte.

Borussia Dortmund muss im 141. Revierderby gegen Schalke 04 auf Mario Götze verzichten. Der Nationalspieler steht Trainer Jürgen Klopp am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wegen Oberschenkelproblemen nicht zur Verfügung. Ziel sei es, dass der BVB-Jungstar im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid am kommenden Mittwoch wieder eingesetzt werden könne, so Klopp.

Kevin Pezzoni wird nicht für den Zweitligisten Hertha BSC spielen. "Er wäre sehr gern nach Berlin gewechselt, aber das Gesamtpaket hat leider nicht gepasst", sagte Pezzonis Vater Franco, gleichzeitig der Berater des 23-Jährigen, in der Bild-Zeitung. Pezzoni, der seinen Vertrag bei Ligarivale 1. FC Köln nach Drohungen durch Unbekannte aufgelöst hatte, nahm insgesamt acht Tage am Training der Hertha teil. Angeblich lag dem Abwehrspieler ein stark leistungsbezogener Vertrag bis zum Saisonende mit einer Option auf eine Verlängerung im Aufstiegsfall vor.

Lazio Rom ist wegen rassistischen Verhaltens seiner Fans in der Europa-League-Partie bei Tottenham Hotspur von der Uefa zu einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro verurteilt worden. Bei dem Gruppenspiel sollen drei dunkelhäutige Spurs-Profis von Lazio-Anhängern mit Affenlautengeschmäht worden sein.

Im spanischen Pokal wird es in dieser Saison erneut kein Traumfinale zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona geben. Die Auslosung des Spielplans ergab, dass beide Top-Teams bereits im Halbfinale aufeinandertreffen, falls sie sich in den vorhergehenden Runden durchsetzen. In der vorigen Saison hatte Barça die "Königlichen" im Viertelfinale aus dem Pokal geworfen und den Wettbewerb später gewonnen. 2011 gewann Real den Cup im Endspiel gegen Barcelona.

Der frühere italienische Schiedsrichter-Koordinator Paolo Bergamo hat Einspruch gegen das Schadenersatzurteil des italienischen Rechnungshofs eingelegt. Das Gericht hatte Bergamo wegen seiner Verwicklung in den Wett- und Manipulationsskandal aus dem Jahr 2006 zur Zahlung von einer Million Euro Entschädigung an den italienischen Fußballverband (FIGC) verurteilt. Bergamo und die übrigen 13 Verurteilten hätten dem FIGC einen Imageschaden zugefügt, so der Vorwurf.

bka/sid/dpa