FC Liverpool: Jürgen Klopp feiert rauschenden Derbysieg gegen Everton - DER SPIEGEL
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Premier League Klopp feiert rauschenden Derbysieg mit Liverpool

Klopp kann Derby: Eine Woche vor dem Halbfinale in der Europa League besiegte Liverpool den Lokalrivalen Everton im Merseyside Derby deutlich. Getrübt wurde der Sieg von einer schweren Verletzung bei Divock Origi.
Daniel Sturridge (r.) und Philippe Coutinho
Daniel Sturridge (r.) und Philippe Coutinho

Daniel Sturridge (r.) und Philippe Coutinho

Foto: Carl Recine/ REUTERS
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Liverpool - Everton 4:0 (2:0)

Vor dem Spiel hatte Jürgen Klopp betont, er wolle keine Platzverweise im Merseyside Derby sehen. Das gleich vorweg: Die Paarung mit den historisch gesehen meisten Roten Karten der Premier League ging aber einmal mehr nicht mit elf gegen elf Spielern zu Ende. Klopp hatte erneut neun Änderungen an seiner Startelf vorgenommen und trat nun wieder mit der Mannschaft an, die das Wunder gegen Dortmund geschafft hatte.

Die Reds waren hoch überlegen und gaben 35 Torschüsse ab, bei nur drei Abschlüssen der Gäste. Es dauerte aber bis zur 43. Minute, ehe sich Liverpool für seinen großen Aufwand belohnte. Divock Origi köpfte nach einer Flanke von James Milner das 1:0. Mamadou Sakho erhöhte vor dem Pausenpfiff auf 2:0. Nach dem Tor gegen Dortmund war es bereits der zweite Treffer des Verteidigers innerhalb von sechs Tagen, nachdem er zuvor erst ein einziges Tor in 77 Spielen für Liverpool erzielt hatte.

Überschattet wurde der Sieg allerdings durch eine schwere Knöchelverletzung von Origi. Nach einem Foul von Ramiro Funes Mori, für das der Everton-Profi die Rote Karte sah, die 21. zwischen diesen beiden Teams, musste der belgische Stürmer mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Für ihn kam Daniel Sturridge, der wenige Minuten später das 3:0 erzielte (61. Minute). Philippe Coutinho erhöhte mit einem Distanzschuss sogar noch auf 4:0 (76.).

Evertons in die Kritik geratener Trainer Roberto Martínez könnte jetzt seinen Job verlieren, wenn seine Mannschaft nicht am Wochenende ihr FA-Cup-Halbfinale gegen Manchester United gewinnt. Die einzige positive Nachricht für Everton war der 571. Startelf-Einsatz in der Premier League für Gareth Barry, womit der Kapitän den Rekord von David James einstellte.

Manchester United - Crystal Palace 2:0 (1:0)

Ein Eigentor von Damien Delaney verschaffte United in der vierten Minute die Führung. Matteo Darmian erhöhte mit einem Linksschuss in der 55. Minute auf 2:0. Durch den Sieg im nicht ausverkauften Old Trafford verkürzte die Mannschaft von Louis van Gaal den Rückstand auf den Vierten Arsenal auf einen Punkt.

West Ham United - Watford 3:1 (2:0)

Watfords Trainer Quique Sánchez Flores schonte vor dem Pokalhalbfinale gegen Crystal Palace (Sonntag, 17 Uhr) sieben Spieler. Entsprechend chancenlos waren seine Hornets in West Ham. Der formstarke ehemalige Nationalstürmer Andy Carroll brachte die Hammers schon nach elf Minuten in Führung, als er eine Flanke von Dimitri Payet direkt verwandelte. Kurz vor der Pause erhöhte West Hams Kapitän Mark Noble mit einem Elfmeter auf 2:0. Cheikhou Kouyaté war im Strafraum von José Holebas gefoult worden.

Nach der Pause dauerte es nur acht Minuten, ehe Almen Abdi den nächsten Foulelfmeter verschuldete, an Michail Antonio. Es war der vierte Strafstoß gegen Watford in zwei Spielen. Noble verwandelte erneut souverän (53.). Der frühere Bremer Sebastian Prödl verkürzte nach einem Freistoß noch auf 3:1 (64.). Es hätte sogar noch einmal spannend werden können, aber West Hams Keeper Adrián parierte kurz vor Schluss einen Foulelfmeter durch Troy Deeney. Am Ende sah Watfords Nordin Amrabat noch die Gelb-Rote Karte, aber am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

rae