Primera División: "Barça" verzweifelt an Real - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Primera División "Barça" verzweifelt an Real

Der FC Barcelona hat im Kampf um die spanische Meisterschaft einen vorentscheidenden Schritt unternommen. Der Tabellenführer tat sich im Klassiker gegen Real Madrid aber schwer. Zwei Brasilianer trafen, ein weiterer wurde des Feldes verwiesen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Barcelona - Das 151. Duell der spanischen Spitzenteams vor 98.770 Zuschauern im Stadion Camp Nou endete 1:1 (1:1)-Unentschieden. Dabei brachte Brasiliens Superstar Ronaldinho "Barça" durch einen verwandelten Foulelfmeter in Führung (22.). Der Referee Medina Cantalejo bewertete eine harmlose Attacke von Roberto Carlos an Mark van Bommel als elfmeterreif.

Wenig später zeigte der Schiedsrichter Roberto Carlos die Rote Karte (25.), weil dieser ihn und seine Assistenten offenbar beschimpfte.

Nicht nur deshalb waren die Gäste stinksauer auf den Unparteiischen. "Der Schiedsrichter ist wohl Barça-Fan. Er hat alles gegen uns gepfiffen, und der Elfmeter war keiner", ärgerte sich Reals Mittelfeldspieler David Beckham, dessen Club acht Spieltage vor Schluss mit 58 Zählern weiterhin elf Punkte Rückstand auf den Titelverteidiger hat.

Nach dem Platzverweis drängte der Tabellenführer auf das 2:0, doch stattdessen musste das Team von Trainer Frank Rijkaard den Ausgleich hinnehmen. Ronaldo sorgte in der 37. Minute mit einem Lupfer aus vollem Lauf für den Endstand.

Dank eines überragenden Iker Cassilas, der mehrfach gegen Ronaldinho, Henrik Larsson oder Samuel Eto'o klärte, rettete Madrid einen Punkt. Trotz des Unentschieden waren die Gastgeber am Ende zufrieden. "Wir sind dem Titel noch näher gekommen", sagte Rijkaard.

In Madrid gibt man sich dagegen keinen Illusionen hin. Auch wenn Interimstrainer Juan Ramon Lopez Caro noch nicht aufgeben möchte, räumte er ein: "Es wir unglaublich schwer, noch den Titel zu gewinnen."

mac/sid

Mehr lesen über