Prozesshansel Deckhengst macht Ferguson wild
Manchester - In dem Gerichtsstreit geht es um die Vermarktungsrechte an dem britischen Galopper "Rock of Gibraltar". Der Wert des Deckhengstes, der im vergangenen Jahr sieben Gruppe-1-Rennen in Folge gewann und damit einen britischen Rekord aufstellte, wird auf rund 72 Millionen Euro geschätzt.
Ferguson fordert die Hälfte aus den anstehenden Deck-Gebühren. Die Iren JP McManus und John Magnier hätten ihm 50 Prozent der Anteile an "Rock of Gibraltar" geschenkt, behauptet Ferguson. Die beiden Geschäftsleute streiten dies ab. Ihrer Meinung nach war der ManU-Coach lediglich an den Renngewinnen des Pferdes beteiligt.
McManus und Magnier kündigten an, sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen Fergusons Klage wehren zu wollen. Pikant: Die beiden sind die größten Aktionäre von Manchester United, dessen Profiteam Ferguson trainiert. Sie halten mit ihrer Firma Cubic Expression 23,15 Prozent der Aktien.
Der Deckhengst "Rock of Gibraltar" bringt seinen Besitzern im Augenblick pro erfolgreichem Sprung 60.000 Euro ein und ist damit die Nummer eins in Europa. Dieses Jahr war das fruchtbare Pferd rund 250-mal im Einsatz. Da nur bei Trächtigkeit die Deckgebühr fällig wird, ist 2003 mit Erlösen in Höhe von rund zwölf Millionen Euro zu rechnen.