Randale gegen Real: Barça muss büßen - DER SPIEGEL
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Randale gegen Real Barça muss büßen

Das von schweren Ausschreitungen begleitete Spitzenspiel gegen Real Madrid bleibt für den FC Barcelona nicht folgenlos. Der spanische Spitzenclub muss mit harten Sanktionen rechnen. Sogar von einem einjährigen Heimspielverbot ist die Rede.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Madrid - Nach den schweren Zwischenfällen beim Skandalspiel gegen Real Madrid (0:0) am vergangenen Samstag droht dem FC Barcelona eine Stadionsperre von bis zu einem Jahr. Das erklärte der Vorsitzende der Disziplinarkommission des spanischen Verbandes (RFEF), Fernando Sequeira, am Mittwoch.

Wie hoch die Strafe für den Verein ausfällt, hängt davon ab, ob die Kommission die Ausschreitungen als "schweren" oder "sehr schweren Tatbestand" bewertet. Letzteres würde eine Stadionsperre von vier Spielen bis zu einem Jahr nach sich ziehen.

Bei einem lediglich "schweren Tatbestand" kann eine Platzsperre von einem bis drei Spielen verhängt werden. Der FC Barcelona hat nun bis zum Freitag Zeit für eine Stellungnahme. Mit dem Urteil wird Anfang Dezember gerechnet.

Schweinskopfwerfer identifiziert

Zu den Ausschreitungen war es gekommen, als Real-Superstar Luis Figo einen Eckstoß ausführen wollte. Die Zuschauer bewarfen den 2000 von Barcelona nach Madrid abgewanderten Portugiesen daraufhin mit Feuerzeugen, Handys und Whiskeyfläschchen. Sogar der Kopf eines Spanferkels wurde in Richtung Eckfahne geschleudert.

Nach Angaben des FC Barcelona sollen die Fans, die für die Sauerei verantwortlichen waren, inzwischen identifiziert worden sein. Einen der Übeltäter hatte die Polizei gleich im Anschluss an die Partie festnehmen können. Es war der Bruder des Barcelona-Profis Patrick Kluivert.