Rassismus: Inter Mailand droht drastische Strafe - DER SPIEGEL
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Rassismus Inter Mailand droht drastische Strafe

Nachdem Fans von Inter Mailand am vergangenen Wochenende den dunkelhäutigen Abwehrspieler Marc Zoro beleidigt hatten, muss sein Verein mit unangenehmen Folgen rechnen. Die neuen Anti-Rassimus-Regeln der Fifa sehen unter anderem einen Zwangsabstieg vor.
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Mailand - Es war nicht das erste Mal, dass dunkelhäutige Spieler anderer Teams von den Inter-Fans rassisischte Beschimpfungen ertragen mussten. Im aktuellen Fall traf es Zoro beim Gastspiel des FC Messina in Mailand (3:0). Auswüchse dieser Art will der Fußball-Weltverband (Fifa) in Zukunft allerdings hart bestrafen. Und zwar mit Punktabzügen oder im Wiederholungsfall sogar mit einem Zwangsabstieg für den betreffenden Club. Aber auch in Italien werden Forderungen nach härteren Sanktionen laut.

Schließlich hatte der Fall Zoro schon vor vier Monaten für Aufsehen gesorgt. Im Hinspiel am 27. November 2005 war der Profi ebenfalls beschimpft worden. Daraufhin erhielten vier Inter-Fans Stadionverbot. Nach den erneuten Schmährufen im Rückspiel gab es von Seiten Messinas Kritik am Schiedsrichter, weil dieser die Partie daraufhin nicht unterbrochen habe. Inter-Präsident Giacinto Facchetti versuchte unterdessen, die rassistischen Angriffe auf Zoro herunterzuspielen. "Es geht nicht um Rassismus, sondern einfach um die Blödheit einiger Personen", sagte Facchetti.

Zu rassistischen Szenen war es zudem beim Spiel AC Florenz gegen AS Rom gekommen. Dabei verschmähten die Fiorentina-Ultras die farbigen AS-Spieler Olivier Dacourt und Stefano Okaka mit Affenlauten. "So etwas kann man nicht mehr dulden", erklärte Teamkollege Philippe Mexes.

Das sieht anscheinend auch Italiens Regierung so, die sich  gegen Rassismus und politische Gewalt in den Stadien stark machen will. So hatte Innenminister Giuseppe Pisanu kürzlich seine Beamten dazu angehalten, mehr Fußball-Spiele wegen Gewalt oder Diskriminierung in den Stadien zu unterbrechen und im Extremfall auch abzusagen.

mt/sid

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