Oslo, Norwegen
Ro! Ro!
Auf den Straßen von Oslo kam es wieder einmal zur kollektiven Ruder-Aktion, der WM-Schlachtruf Ro! Für Rudern! leitete diesmal einen historischen 2:1-Sieg gegen Brasilien ein.
Die Reaktionen der Fans – entsprechend:
Helga Gisladottir
»Ich bin überglücklich, das ist einfach unglaublich. Wir sind ein kleines Land, und wir haben als Außenseiter gegen Brasilien gewonnen. Die dachten wohl, Neymar einzusetzen würde ihnen vielleicht zum Sieg verhelfen, aber nein, tut mir leid.«
Per Ole Alvsag:
»So etwas gibt es nur einmal im Leben – das ist für uns etwas ganz Besonderes.«
Ola Kollbotn:
»Es ist einfach – mir fehlen die Worte. Es ist unglaublich, unfassbar.«
Der Ruder-Schlachtruf zeigt wohl Wirkung: Seit Beginn der WM feuern die Norweger in allen Lebenslagen ihr Team damit an. Die Abgeordneten im Parlament machen da keine Ausnahme. Und: Das Rudern scheint ansteckend zu sein – wie diese US-Polizisten demonstrieren. Nach dem Einzug ins Viertelfinale dürfte es noch weitere Kreise ziehen.
Henriette:
»Es ist völlig surreal, weil das Ganze … Es ist aufregend!«
Emilie:
»So etwas haben wir noch nie erlebt, deshalb ist es total verrückt. Es ist noch größer als der 17. Mai.«
Zur Erklärung: Der 17. Mai ist Norwegens Nationalfeiertag, der sogenannte Verfassungstag, und der wird auch ausgelassen gefeiert. Die Fußballfans wiederum haben 28 Jahre lang auf eine Endrundenteilnahme gewartet. Jetzt kann alles kommen:
Reporter:
» Und wie weit wird es Norwegen Ihrer Meinung nach bringen?
Anders Erlandsen:
» Bis zum Ende! Wir sind die Wikinger aus dem Norden.«
Ro!
Nächste Bewährungsprobe für den Schlachtruf: das WM-Viertelfinale am Samstag gegen England.