Wechselgerüchte Khedira will bei Real Madrid bleiben
Real-Spieler Khedira: "Keine Veranlassung" zu gehen
Foto: David Ramos/ Getty ImagesHamburg - In gut sieben Wochen beginnt die Winter-Transferperiode der europäischen Fußballklubs - sieben Wochen, in denen sich noch einiges verändern kann im schnelllebigen Profigeschäft. Sami Khedira weiß das, der Real-Spieler wählte seine Worte deshalb mit Bedacht, als er dem "Kicker" sagte: "Ich sehe Stand jetzt keinen Grund, den Verein im Winter zu verlassen." Real Madrid sei "eine großartige Adresse, ich habe den Verein in mein Herz geschlossen. Es gibt keine Veranlassung für mich zu sagen, ich will oder muss weg".
Trainer Carlo Ancelotti hatte die Diskussionen zu Wochenbeginn angeheizt, als er in einem Radio-Interview über Anzeichen dafür sprach, dass der Weltmeister "gehen könnte". Der sagte nun aber über seinen Coach: "Er gibt mir das Gefühl, dass ich gebraucht werde." Ancelotti hatte Khedira Mitte Oktober eine Vertragsverlängerung in Aussicht gestellt: "Wenn er verlängern möchte, machen wir das. Wenn er es nicht möchte, dann geht er zum Saisonende", hatte der Italiener gesagt.
Khediras Vertrag läuft am 30. Juni 2015 aus, schon im Sommer hatte es Gerüchte über einen möglichen Wechsel des Mittelfeldspielers gegeben. Auch damals habe er "keine Gespräche mit anderen Vereinen" geführt, betonte Khedira jetzt. "Ich habe auch gar nicht in Erwägung gezogen, zu gehen. Das hat sich bis zum heutigen Tag nicht verändert."
Das Jahr 2014 sei emotional anstrengend gewesen, "dem schlimmsten Tiefpunkt" seien die größten Höhepunkte gefolgt, sagte der 27-Jährige: "Der Moment der Gewissheit, nicht spielen zu können, das war mit Abstand die schwerste und bitterste Zeit meiner Karriere." Nachdem er in kürzester Zeit einen Kreuzbandriss überwunden hatte, schaffte er es bis ins Finale der Weltmeisterschaft, vor dem er sich wegen Muskelproblemen aber selbst gegen einen Einsatz entschied. "Ich würde jederzeit wieder so entscheiden", sagte Khedira.
Nach der WM habe er "erst einmal mit mir selbst zu kämpfen" gehabt, gab er zu - "mit meinem Körper, mit meiner Verfassung, mit mir selber als Mensch. Ich war nicht nur körperlich wirklich leer und erschöpft, ich musste mich erst einmal selbst wieder finden".