Cas-Urteil Transfersperre für Real Madrid reduziert
Real-Stars Gareth Bale (r.), Karim Benzema (l.), Cristiano Ronaldo
Foto: PEDRO ARMESTRE/ AFPDer spanische Rekordmeister Real Madrid kann im kommenden Sommer wie gewohnt Spieler verpflichten. Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat die vom Weltverband Fifa ausgesprochene Transfersperre gegen die Königlichen auf eine Wechselperiode reduziert. Damit darf Real nur im Januar keine Zugänge für den Spielbetrieb melden.
Ursprünglich galt die Fifa-Sperre für zwei Transferperioden, also auch im Sommer 2017. Real sollte damit für Verstöße gegen die Wechselbestimmungen für minderjährige Fußballer bestraft werden. Zwischen 2005 und 2014 sollen mehrere Talente unter 18 Jahren bei Real registriert worden seien.
Damit trug der Cas dem Einspruch aus Madrid teilweise Rechnung. Das Gericht reduzierte außerdem die Geldstrafe gegen den Klub von Weltfußballer Cristiano Ronaldo von 360.000 auf 240.000 Schweizer Franken (rund 224.000 Euro). Real hatte um die Aufhebung der Sanktionen nachgesucht.
Der Cas sei zur Auffassung gelangt, dass Real nicht in dem von der Fifa behaupteten Ausmaß schuldig sei, hieß es in der Urteilsbegründung. Deshalb habe die Sperre reduziert werden müssen. Real begrüßte die Entscheidung, bedauerte in einer Stellungnahme jedoch, dass der Cas "nicht den Mut hatte", das Urteil "vollständig aufzuheben".
Laut Fifa-Statuten sind der internationale Transfer Minderjähriger und die Erstregistrierung Minderjähriger in einem Land, dessen Staatsbürgerschaft sie nicht besitzen, normalerweise verboten. 2014 war der katalanische Rivale FC Barcelonabereits wegen des gleichen Vergehens von der Fifa bestraft worden und durfte in beiden Transferfenstern 2015 keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen.