Revier-Legende: Assauer bei Schalke abserviert - DER SPIEGEL
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Revier-Legende Assauer bei Schalke abserviert

Rudi Assauer ist nicht mehr Manager bei Schalke 04. Der 62-Jährige tritt mit sofortiger Wirkung beim Fußball-Bundesligisten zurück. Das bestätigte der Club heute. Zuvor hatte der Schalke-Aufsichtsrat Assauer das Vertrauen entzogen.
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Gelsenkirchen - Assauer wird alle seine Ämter beim FC Schalke 04 niederlegen. Das bestätigte die Pressestelle des Clubs SPIEGEL ONLINE. Damit beugt der Manager sich dem Druck des Aufsichtsrates und zog die Konsequenzen aus der jüngsten Finanzaffäre. Ein Auflösungsvertrag zwischen Verein und Assauer wurde bereits unterzeichnet.

"Ich habe leider keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat gesehen, zumal ich eine für mich ungute Entwicklung spürte", erklärte Assauer auf der Internetseite von Schalke 04. "Wie sich jeder denken kann, ist mir die Entscheidung sehr, sehr schwer gefallen. Schalke war mein Lebensinhalt. Dieses Buch habe ich nun zugeschlagen. Dem Verein werde ich jedoch immer verbunden bleiben. Es war eine einzigartige Zeit, in der wir gemeinsam Großes aufgebaut haben", so Assauer.

Nach Streitigkeiten in der Vereinsspitze hatte die Kritik an Assauer zuletzt stark zugenommen. Auslöser der neuesten Krise war ein Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus". Darin war behauptet worden, Schalke befinde sich am Rande der Zahlungsunfähigkeit. Auch Vereins-Interna wurden genannt. Obwohl Assauer vehement bestritt, diese Informationen weitergegeben zu haben, verlor er nun anscheinend jedes Vertrauen beim Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Clemens Tönnies.

"Zuletzt bei unserer gestrigen Aufsichtsratssitzung hat sich eine deutliche Stimmung gegen ihn aufgebaut", bestätigte Tönnies. Er betonte jedoch ausdrücklich, "dass die gesamte Angelegenheit nichts mit den Medienveröffentlichungen der letzten Tage zu tun hatte".

Assauer war erstmals von 1981 bis 1986 Manager, nach sieben Jahren Pause kehrte er 1993 nach Schalke zurück. Der größte Erfolg unter Assauer war der Gewinn des Uefa-Cups 1997. Ursprünglich sollte der langjährige Schalke-Macher am 1. August dieses Jahrs das Amt des Präsidenten beim Revierclub übernehmen.

pav/sid

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