Rostock - Hertha: Funkel darf weiterwurschteln - DER SPIEGEL
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Rostock - Hertha Funkel darf weiterwurschteln

Obwohl es gegen Hertha BSC nur zu einem Unentschienden langte, muss sich Rostocks Trainer Friedhelm Funkel keine Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen - vorerst.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rostock - "Friedhelm Funkel ist unser Trainer. Er wird gegen Wolfsburg hundertprozentig auf der Bank sitzen", sagte Rostocks Vizepräsident Rainer Jarohs nach dem 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen Hertha BSC. Die Vereinsführung hatte Mannschaft und Trainer vor einer Woche ein Ultimatum gestellt und aus den beiden nächsten Heimspielen vier Punkte gefordert.

Trotz des ausgebliebenen Sieges zog Hansas Aufsichtsratsvorsitzender Horst Klinkmann am frühen Samstagabend ein positves Fazit. "Ein Ruck ist heute durch die Mannschaft gegangen. Sie hat von Anfang bis Ende leidenschaftlich gekämpft. Jeder hat gesehen, dass in Rostock gut Fußball gespielt wird. So ist mir nicht bange." Ohnehin sei bei Hansa nie eine Trainerdiskussion geführt worden, betonte Klinkmann: "Wir sind im Krisenmanagement sehr erfahren, und irgendwann wird der Knoten bei der Mannschaft platzen."

Auch der umstrittene Funkel war zufrieden. "Wir haben ein gutes Bundesligaspiel gezeigt. Nur die großen Chancen hätten wir besser nutzen müssen." Es reichte aber nur zu einem Treffer für seine Mannschaft. Vor 14.700 Zuschauern verwandelte Kapitän René Rydlewicz (67.) einen Foulelfmeter, den Hertha-Trainer Jürgen Röber für eine totale Fehlentscheidung von Schiedsrichter Florian Meyer hielt: "Der Pfiff war ein Witz."

"Jeder hat sein eigenes Gewissen"

"Auf dieser Leistung kann man aufbauen. Wir haben nie gegen den Trainer gespielt. Jeder hat sein eigenes Gewissen", sagte Torschütze Rydlewicz, dessen Mannschaft acht Minuten vor Schluss den 1:1-Ausgleichstreffer kassiert hatte. Der ehemalige Rostocker Marko Rehmer war an alter Wirkungsstätte erfolgreich.

"Ein Riesenkompliment an mein Team. Keine 45 Stunden nach dem Uefa-Cup-Spiel in Genf war es sowohl kämpferisch als auch spielerisch eine tolle Vorstellung", lobte Röber, obwohl die Hertha nach vier Siegen in Folge erstmals wieder Bundesliga-Punkte abgegeben hatte.


Hansa Rostock - Hertha BSC 1:1 (0:0)
1:0 Rydlewicz (68.)
1:1 Rehmer (82.)
Hansa Rostock: Schober - Jakobsson, Schröder, Hill - Yasser (90. Lange), Rydlewicz, Wibran, Lantz (83. Weißhaupt), Hirsch - Beierle, Arvidsson
Hertha BSC: Fiedler - Schmidt, Rehmer, Sverrisson, van Burik (50. Lapaczinski) - Dardai, Beinlich, Goor, Hartmann - Marcelinho (58. Neuendorf), Preetz (74. Daei)
Schiedsrichter: Meyer (Braunschweig)
Zuschauer: 25.000
Gelbe Karten: - / Schmidt (2), Marcelinho (2), Beinlich (2), Neuendorf (2)

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