Rudi Völler "Im Prinzip steht der Kader"
Berlin - Am kommenden Donnerstag wird Rudi Völler in Frankfurt am Main seinen Kader für das Länderspiel gegen Griechenland nominieren. Seit Samstag jedoch steht fest, dass Überraschungen so gut wie ausgeschlossen sein dürften. "Ich will erst noch die Champions-League-Qualifikation abwarten. Aber im Prinzip steht der Kader", sagte Völler am Rande des Bundesliga-Spiels von Hertha BSC gegen den Hamburger SV (4:0), bei dem er auch keine Alternativen ausmachen konnte.
Insbesondere die Hamburger Marcel Ketelaer, Ingo Hertzsch und Hans-Jörg Butt boten vor den Augen von Völler eine Katastrophen-Partie. "Es tut mir Leid, dass sie sich nicht aufdrängen konnten. Dazu war auch der ganze HSV zu schlecht", sagte der Teamchef. Entscheiden würde nun einmal die Leistung, auch wenn er den Hamburgern Besseres zutraut. Dafür bescheinigte Völler seinen vier Berliner Kandidaten, Stefan Beinlich, Marko Rehmer, Sebastian Deisler und Dariusz Wosz, "eine sehr gute Verfassung".
Den Rummel um seine Person nach der geglückten Premiere als Teamchef bezeichnete der 40-Jährige als "fast etwas unangenehm". Schließlich sei gerade mal der erste kleine Schritt absolviert. Auch in Berlin feierten die fast 50.000 Fans Völler mit "Rudi, Rudi"-Sprechchören. "Die Leute spüren offensichtlich, da hat sich etwas geändert", meinte Völler.