Rückendeckung: Ballack nimmt Klinsmann in Schutz - DER SPIEGEL
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Rückendeckung Ballack nimmt Klinsmann in Schutz

Michael Ballack hat sich nach dem Streit zwischen den Verantwortlichen des FC Bayern und der Nationalmannschaft zu Wort gemeldet. Der Kapitän der Nationalelf verteidigte Bundestrainer Jürgen Klinsmann und forderte beide Parteien auf, die gegenseitigen Attacken einzustellen - zum Wohle der Mannschaft.
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Berlin - "Mit Streit holt man keinen Titel", sagte Ballack in Anspielung auf die jüngsten Auseinandersetzung zwischen den Verantwortlichen des FC Bayern und der Nationalmannschaft in der "Welt am Sonntag". Auslöser der Meinungsverschiedenheit war die harte Bierhoff-Kritik an den Bayern-Fans, die Torwart Jens Lehmann bei dem Eröffnungsspiel in der neuen Münchner Arena gnadenlos ausgepfiffen hatten.

Lehmann, so Ballack, solle sich die Pfiffe nicht zu sehr zu Herzen nehmen. "Das Verhalten unserer Anhänger war überzogen und bitter für ihn. Aber in einem Spiel des FC Bayern gegen die Nationalmannschaft, das dazu noch in München stattfindet, musste Jens mit diesen Reaktionen rechnen. Da muss er jetzt durch und darf sich nicht unterkriegen lassen", so der 28-Jährige.

Der Nationalmannschafts-Kapitän lobte außerdem die Arbeit von Jürgen Klinsmann in den höchsten Tönen und forderte volle Unterstützung für den Bundestrainer bis zur Fußball-WM 2006. Auch im Falle eines Misserfolgs beim Konföderationen-Cup (15. bis 29. Juni) "sollte Jürgen Klinsmanns Arbeit erst an unserem Abschneiden bei der WM gemessen werden", sagte der Mittelfeldstar von Meister und Pokalsieger Bayern München.

Seit Klinsmann Bundestrainer sei, habe sich die Mannschaft gut entwickelt. Man gehe höheres Tempo und habe ein klares Offensivkonzept: "Es herrscht ein guter Geist, wir sind auf dem besten Weg, ein verschworener Haufen zu werden." Klinsmann könne "uns unheimlich gut begeistern" und seine Euphorie auf das ganze Team übertragen, sagte Ballack.