Rückkehr: Merk greift wieder zur Pfeife - DER SPIEGEL
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Rückkehr Merk greift wieder zur Pfeife

Er kann es einfach nicht lassen: Nach seinem durchwachsenen WM-Auftritt hatte Markus Merk öffentlich darüber nachgedacht, seine Schiedsrichter-Karriere zu beenden. Heute meldete sich Merk zurück. Den Ausschlag gab eine Begegnung in der U-Bahn.
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Frankfurt am Main - "In der Münchner U-Bahn sagte ein Mann ganz laut im Waggon: 'Was da bei der WM mit der Fifa lief, war nicht in Ordnung. Machen sie bitte weiter'", begründete der zweimalige Weltschiedsrichter Merk in der "Bild"-Zeitung seine Entscheidung, ab September wieder in der Bundesliga zu pfeifen. Sein zweites Schlüsselerlebnis sei ein Lehrgang gewesen, bei dem er nur drei Sätze gesagt und dafür von den Schiedsrichter-Kameraden stehende Ovationen erhalten hatte.

Der 44-jährige Unparteiische hatte nach dem traurigen Abschluss der WM in Deutschland wochenlang über einen Rücktritt nachgedacht. Im Vorrundenspiel zwischen Ghana und den USA (2:1) pfiff er nach einem harmlosen Rempler einen Elfmeter und brachte die Afrikaner so auf die Siegerstraße. Merk wurde daraufhin in der K.o.-Runde nicht mehr berücksichtigt.

Mit seiner Comeback-Ankündigung sorgte Merk heute beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) innerhalb des Schiedsrichterwesens für große Erleichterung. "Er war bisher die Nummer eins, und er ist weiterhin die Nummer eins. Für jede Mannschaft ist es wichtig, dass die Nummer eins mit dabei ist", sagte DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel dem sid und kündigte an: "Markus Merk muss nicht extra noch einen Leistungstest machen. Er hat ihn bereits bei der WM absolviert. Wir sind einfach nur glücklich, dass er weiterpfeift", so Strigel.

"Merk wird bis Ende 2007 neben der Bundesliga auch in der Champions League als Schiedsrichter fungieren", sagte DFB-Schiedsrichter-Obmann Volker Roth SPIEGEL ONLINE. Danach ist so oder so Schluss: "Mit 45 hat Markus dann die Altersgrenze erreicht", so Roth.

mig/sid