Samstagabendspiel Leverkusen siegt mit 2:0
Leverkusen - Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen ist der erste Schritt zu einem sportlichen Neubeginn unter Teammanager Rudi Völler gelungen. Nur wenige Stunden nach der sensationellen Wende in der Affäre um Ex-Trainer Christoph Daum besiegte der deutsche Vizemeister im Spitzenspiel des Wochenendes Borussia Dortmund 2:0 (1:0). Die Gastgeber steckten den"Keulenschlag" vom Nachmittag dabei gut weg und sammelten durch den dritten Heimsieg der Saison wichtiges Selbstvertrauen vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen Spartak Moskau. Der BVB kassierte nach zuvor drei Siegen und einem Remis die erste Auswärtspleite der Saison.
Abwehrchef Jens Nowotny, der nach seinen schweren Patzern in Madrid beim 3:5 eine überzeugende Leistung bot, hatte die Hausherren nach 25 Minuten hochverdient in Führung geschossen. Der Nationalspieler schloss eine wunderschöne Kombination mit einem Direktschuss aus elf Metern zum 1:0 ab. In der zweiten Halbzeit war es Stürmer Oliver Neuville, der mit seinem dritten Saisontor die Entscheidung zugunsten der Leverkusener erzielte. Durch den Sieg gegen die Elf von Trainer Matthias Sammer schloss Leverkusen zu den Champions-League-Plätzen auf.
Bayer ging von Beginn an hochkonzentriert zu Werke. Rudi Völler, der bereits die deutsche Nationalmannschaft mit drei Siegen in Serie zurück in die Erfolgsspur führte, hatte seine Mannschaft glänzend eingestellt. Schon nach sechs Minuten setzte der Dortmunder Christian Wörns einen Kopfball an die eigene Latte, nur wenig später verpasste Nationalstürmer Ulf Kirsten aus acht Metern das Tor (7.). Gleich zweimal hätte Leverkusens Thomas Brdaric vor der Pause sein Torkonto aufbessern können. Doch in beiden Situationen verlor der 25-Jährige alleinstehend vor BVB-Schlussmann Jens Lehmann die Nerven (17., 23.). Die Gäste kamen in der ersten halben Stunde zweimal gefährlich vor das von Adam Matysek gehütete Leverkusener Tor. Doch sowohl Wörns mit dem Kopf (28.) als auch der Brasilianer Dede im Nachsetzen scheiterten an dem Zuberbühler-Ersatz. Pechvogel auf Seiten der Borussia, die auf den verletzten Sead Kapetanovic und den gesperrten Brasilianer Evanilson verzichten mussten, war Ex-Nationalspieler Fredi Bobic. Der frühere Stuttgarter, der nach einer überstandenen Schulteroperation erst seinen dritten Einsatz in dieser Saison im schwarz-gelben Trikot absolvierte, musste nach nur 15 Minuten mit Verdacht auf Leistenzerrung das Feld verlassen.
Von Marcel Grzanna, sid