Sander-Nachfolge Prasnikar wird neuer Trainer in Cottbus
Hamburg - Der 54-Jährige Prasnikar, der in seiner Karriere dreimal Nationaltrainer seines Landes war, erhält in Cottbus einen Vertrag bis 2009. "Wir sind sehr froh, dass wir einen erfahrenen Trainer und ausgewiesenen Fachmann unter Vertrag nehmen konnten", sagte Energie- Präsident Ulrich Lepsch.
Prasnikar zeigte sich bei seiner Vorstellung heute Nachmittag voller Vorfreude: "Ich habe als Trainer in meiner Heimat alles erreicht, daher sehe ich die Bundesliga als eine große Herausforderung an." Der ehemalige Stürmer erwartet "eine sehr schöne, aber auch sehr schwere Aufgabe". Sein Spielsystem sei eher offensiv ausgerichtet: "Ich stelle mir vor, dass wir mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen."
Prasnikar wird die Mannschaft des Tabellenletzten Cottbus bereits beim Heimspiel am Sonntag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen Eintracht Frankfurt betreuen.
Der Nachfolger des entlassenen Petrik Sander stand zuletzt beim slowenischen Club Primorje Ajdovscina unter Vertrag, wo er jedoch eine Ausstiegsklausel besaß. "Er war von Anfang an im engeren Kreis. Wir haben immer gesagt, dass wir bei der Trainersuche über den Tellerrand hinausschauen", sagte Cottbus-Manager Steffen Heidrich. Allerdings war der ehemalige Nationalspieler Jürgen Kohler der eigentliche Wunschkandidat der Cottbuser gewesen. Der Weltmeister von 1990 habe jedoch ohne Angaben von Gründen abgesagt, so Heidrich.
Prasnikar war von Juni 1991 bis Dezember 1993 erster Nationaltrainer Sloweniens nach der Unabhängigkeit und übte dieses Amt anschließend noch zweimal aus (1998 von Januar bis Juli und 2002 bis 2004).
Seine erfolgreichste Zeit als Clubtrainer erlebte Prasnikar bei NK Maribor. In der Saison 1999/2000 hatte er Maribor als bislang einzigen Club Sloweniens in die Gruppenphase der Champions League geführt.
Energie Cottbus hatte Coach Petrik Sander vor wenigen Tagen entlassen. In der Zwischenzeit wurde die Mannschaft von Interimscoach Heiko Weber betreut. Nach sieben Spieltagen ist Energie noch ohne Sieg und liegt mit zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
hut/dpa/sid