Schalke 04 Mpenza ein Lügner?
Gelsenkirchen - "Das ist eine unfassbare Lüge", kommentierte Thorsten Rarreck Mpenzas Aussage, ihm sei über Monate Cortison in immer höher werdenden Dosen "direkt in die Sehne" gespritzt worden. "Damit unterstellt mir Mpenza quasi einen Kunstfehler - das ist rufschädigend", ereiferte sich der Schalker Mannschaftsarzt in der "Bild"-Zeitung: "Ich bin menschlich tief von dem Spieler enttäuscht."
Für Rarreck ist darüber hinaus völlig unklar, wieso sich Mpenza vor einer Woche in seinem Heimatland Belgien an der Sehne operieren lassen hat: "Der Eingriff war überhaupt nicht nötig, Emile hätte alle Spiele mitmachen können." Stattdessen habe sich der 23-jährige Nationalstürmer, so Rarreck, lieber ins Auto gesetzt und sei nach Belgien gefahren: "Ich bezeichne das als unprofessionell, Mpenza hat den Club im Stich gelassen."
Mit seinen Aussagen liegt der Mediziner ganz auf der Linie der Schalker Vereinsverantwortlichen. Auch Manager Rudi Assauer, der Mpenza zeitweilig suspendierte, hatte die Berufsauffassung des gebürtigen Kongolesen scharf kritisiert. Unter anderem soll Assauer gesagt haben: "Wenn Mpenza operiert werden muss, dann vor allem am Kopf."